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„Friedrich Barbarossa" gelungen. Weit eher mit dies«Tragödie, als mit dem auseiuanderflicßenden Drama „Don Imund Faust" hätte man den Versuch machen sollen, von der Bühmherab zu wirken. In allen Dramen Grabbcs, zumeist aber i»„Hannibal" und „Marius und Sulla" erkennt man dilhöchsten Intentionen des Charakterdramas. In keinem gelange«diese Intentionen zu reiner Ausführung. Das Vergnügen N >Ungeheuerlichen tritt hier der Charakteristik eben so sehr in d«, IWeg, wie anderwärts das Vergnügen am Sanften, Ruhig-Gi-Ijglätteten. Man ist immer wieder überrascht von MeisterM»,Iaber aus Zügen allein bildet sich kein Gesicht. Dazu gehönschattierende Vermittlung, Abschließung der Linien und Pechck-tive der Zeichnung. Diese Kunst vernachlässigte Grabbe z«Gunsten dessen, was im einzelnen überwältigt. Er war auchdarin Virtuose, daß er den Stil der Charakteristiker zur Manikiübertrieb. Wenn Kleist im Gegensatze zur Schillcrschen Rhetori!das Knappe, Bedeutungsvoll-Kurze, Unfertig-Hervorspringeckder Rede mit künstlerischer Absicht bevorzugte, so ging Grabkdarin so weit, ganze Dialoge und Monologe aus dunklen Epi-grammen zusammenzusetzen und dadurch das, was hin und wiedkiaufblitzend den Reiz der Natürlichkeit für sich hat, zu einer wnatürlich grellen Beleuchtung des Ganzen auszudehnen. GrMsucht nicht immer wie Kleist mit streng künstlerischen Jntentiomnach dem Eigenartigen, er hascht oft nur um des Effektes willk«danach, er sucht zu blenden und zu verwirren. Auch wenn »nicht in so und so viel Briefen an seinen Freund Petri und Useinen Verleger Kettcmbcil Nachricht darüber hätten, daß er sichin stürmischer Freude an der Ungeheuerlichkeit seiner Ausdrucks-weise berauschte, wir könnten aus seinen Werken selbst cntnelMwie seine Seele dabei aufjauchzte, wenn es ihm gelang, de«Tyrannen zu übertyrannen und eine ganze Serie von dunklk«Witzen und Bildern des Dialogs an einander zu koppeln. GrcMwar weit mehr als Kleist eine unglückliche Natur, trotzdem ihnim Leben weit mehr Anerkennung und Aufmunterung zu tril