(Beschreibung und Gebrauch eines geometrischen Instruments in Gestalt einesProportionalzirkelS. AugSb. 1780). — Folgende Schriften, früheren Perioden angehörig,finden wir bei Leupold: Sethi Pa tr id g e* D e scri p tio Ins t r u me n t i, quod vul-go dicitur duplex Scala Proportionis. Anglice. Lond. ohne I ahreöz ahl.
_ Dolz.* Cunahula oninium fere scientiaruin et praecipue in Proportio-
nibus et Proportionalibus Montalbani 1518. — Joh. Fernelius* de Pro-portionibus. Paris 1528. — Nie. Hören Tractatus Proportionum Ve-net. 1505. — Alb. de Saxonia* Tractatus Proportionum. Yenet. 1519. —Auf die Frage 8cbeibels, der diese Werke nicht gesehen: ob in diesen Schriften etwa eine ältereSpur von diesem (Proporlionalzirkel) oder einem ähnlichen Werkzeuge vorkommen möchte, kann, dahier N. Hören Tractatus Proportionum vorliegt, geantwortet werden, daß Winkelmess»Instrumente dort erwähnt und ihre Constructionen erörtert sind. —
Einen kurzen aber recht interessanten Ueberblick über den Fortschritt und die Fortbildung derInstrumente von Tobias Mayer ab, giebt Dirksen in einer 1819 ju Göttingen erschienenenSchrift: Historiae Progressuum Instrume ntorurn adumbratio ect. —
Auch in Holland sehen wir ein reges Interesse für Mathematik; es tritt Jan Pieters-zon Dov, 37 ) Landmesser und Bisirer der Stadt Leyden mit der Beschreibung eines Instrumentsaus, die 1616 durch Curtius übersetzt erscheint. — Schon im Jahre 1600 war zu Leyden vonJohann Sems und Jan Pieters/. Dou eine: „Practyk des Lantmetens " erschienen, 'die jedoch nicht in's Deutsche übersetzt ist; — sowohl durch diese Arbeiten, als auch durch dieArithmeticaPractica, die Henricus Coetsiusju Amsterdam 1648 herausgiebt,documentiren die Verfasser ihre gediegenen Kenntnisse in der Geometrie und der Algebra. — ImJahre 1608 ist von Leonhard Zubler, einem in Zürich lebenden Geometer, unter dem Ti»tel: „Neue geometrische Büch senmeisterey"^) xjn Zirkel konstruirt, dessen nirgend, wedervon Montucla , noch von Scheibel, Erwähnung gethan wird. — Zubler liefert auf der zweitenSeite genannten Buches eine genaue Beschreibung des auf zwei Kupfertafeln gezeichneten Zirkels;— er erwähnt in der Vorrede zwei von ihm konstruirte mathematische Instrumente, von denen daSeine zur Geometrie, das andere zur Geographie zu gebrauchen ist. — Ohne Zweifel erinnert er,wenn er von einem für die Geographie nützlichen Instrumente spricht an das, sonst in der Geschichteder Instrumente nie erwähnte Instruiuentum Chorographicum, dessen Beschreibung in
37) Tractat vom machen und Gebrauch eines Nengeordneten Mathematischen Instruments, In welchemvnderschiedliche Künstliche stucks. die 6eom«lri»e betreffende, verfasset und begriffen sind. Nieder»ländisch beschrieben durch 1. P. Dov. der Stadt Leyden Landmesser und Bisirer. Jetzt aber mä»niglich zu nutz verbessert vbersetzt und Tranaferirt durch Sebaslium Curtium Arilhmeticum. Gcome»lern der teutschen Schule in Küroderx. — Gedruckt zu Amsterdam bei Wilhelm Janss. 1616.
38) Der vollständigere Titel ist: Neuwe Geometrische Bttchsenmeisterey. Das ist Grund!»licher Bericht, wie man durch ein neuw Geometrisch Instrument jedes Geschütz nitallein richten, sonder zugleych auch desselben Höhe vnd weite messen soll. durchLeonhard Zubler, Bürger. Züirich 1608. —
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