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Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
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VIII
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großem Interesse ist: sie können wenigstens einigenWerth für die vaterländische Gegend haben, auf welcheer ihre Anwendung beschränkt; wenn er bey Nieder-setzung seiner Ideen besonders den Stand der Gesell-schaft in ihr, durch den der Zustand des Feld- undWaldbaues vorzüglich bedingt wird, vor Augen hatte.

Da es mir aber nicht möglich scheint, die staats-wirthschaftliche Bestimmung des Waldes richtig aufzu-fassen, wenn man seine physische Eigenthümlichkeit nichterkennt, so wage ich es, von der Betrachtung derletzteren ausgehend, auf diesem noch ungebahnten Wegeeine neue Spur aufzusuchen.

Diele Waldungen unter verschiedenen klimatischenund örtlichen Verhältnissen kennen zu lernen und zubewirthschaften, war bis jetzt während meiner forst-lichen Laufbahn, die ich vor achtzehn Jahren unter derLeitung meiner sehr würdigen damaligen Lehrer undjetzigen hochschätzbaren Freunde, der HH. Oberforst-Räthe Bech stein und Laurop, begann, stetsmein besonderes Augenmerk; weßhalb jeder schicklicheWechsel des Standortes mir stets willkommen war;überzeugt, daß nur ein vergleichendes Studium ähn-licher Bildungen, unter ungleichen Verhältnissen vorEinseitigkeit der Ansicht, die sich kaum von einer steten