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Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
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Die Forst-Region.

<^)ie Nachrichten und Traditionen der Erdkunde überden Kultur-Zustand der alten Welt, stimmen mit denEntdeckungen der neuen Eontincnte und der sie umlagern-den Inselgruppen dahin übercin, daß die Oberfläche desungcbaueten Erdbodens, vom Spiegel der Meere bis zumGipfel der höchsten Gebirge, mit Waldungen und Weyden(Wiesen und Savannen) oder Wasser bedeckt war.

Eine sich immer mehr verbreitende Bevölkerung, dermit der steigenden Civilisation sich festsetzende Ackerbau,welcher, den Menschen dem ursprünglichen Natur-Zu-stande und einem nothwendig damit verbundenen Jäger-und Nomadenleben entrückend, ihm unbekannte Sorgenund Arbeiten zutheilte, aber auch eine gesichertere Eristenzverlieh, tilgten einen großen Theil dieser Waldungen,die fast überall, wo Gesellschaft und Bildung zum Be-dürfniß geworden, in das engere Gebiet der Hoch« oderNordlander, wo ein dem Feldbau weniger zusagenderBoden oder das rauhere Klima dem Vordringen derCerealien Grenzen setzen, zurückgedrängt worden sind.

Verheerende Kriege, Unwissenheit und Eigennutz aber,haben in manchem Lande selbst diese durch die Natur be-zeichnete Linie überschritten; da nicht minder an andernOrten Waldungen stehen, wo reichliche Erndten denMenschen nähren könnten.

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