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1. Die Nothwendigkeit des Daseyns der Wal-dungen laßt sich aus ihrer großen Verbreitungund Fähigkeit sich zu verbreiten, erkennen:
Die nützlichsten Geschöpfe, Pflanzen und Produkteder Erde sind die verbrcitetsten, oder habe» doch einegroße Fähigkeit sich zu verbreiten, eine große Flexibilitätunler verschiedenen klimatischen Einwirkungen zu seynund zu leben.
Diesen Satz beweißt die physische Geographie der ani-malischen, vegetabilischen und mineralischen Schöpfung.
Vor allem ist der Mensel: das erste und einzige derlebenden Geschöpfe, dessen Willen von keinem Einflüssedes Klimas besiegt wird, dessen Lebenskraft, weder anden Ufern des Senegals, in Aetiopiens heißen Wüsten,wo im brennenden Sande der Weingeist kocht, noch amNordpol, wo das Quecksilber in Kälte erstarrt, wo keinePflanze mehr das Auge des Menschen, den nur öde,unermeßliche Eisfelder umgeben, erfreut, unterliegt.
Die ihm so nützlichen Hausthiere begleiten ihn nachallen Zonen, wenn die Individuen furchtbarer Raubthierein die »«besuchtesten Wüsten des Südens, oder nach denun-wirthlichcn Eisbänken des hohen Nordens verwiesen sind.'
Im Reiche der anorganischen Natur finden wir dieuämlichc Thatsache wieder. Unter den nützlichen Me-tallen ist das nützlichste, das Eisen, nicht nur am weite-sten, sondern auch am häufigsten verbreitet. Selten werdettdie sogenannten edlen Metalle, die blos unsern Sinnenichmeichcln, zur Gewinnung des Lebens aber nichts bey-tragen, in gemäßigten und kalten Ländern gefunden.
Siberien macht hierin» keine erhebliche Ausnahme,Und es ist allgemein anerkannt, daß der König der Me-