Buch 
Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
Entstehung
Seite
6
JPEG-Download
 

6

takle und sein Halbbruder, die Platina, am häufigstenin den Landern, welche die Mittagssonne beherrscht,angetroffen werden, und die ganze Schönheit der edelstenSteine nur in der Gluth der Tropenländer reift.

Wenden wir uns zur Pflanzenwelt hin.

Diejenigen Pflanzen, von deren Früchten der Menschsich vorzüglich nährt, haben die größte Fleribilität derOrganisation. Die Frucht des Banauasbaumes, dessenVerbreitung in den Aequinoctial-Ländern so groß ist,und überall gedeiht, wo der mittlere Wärmestand über24 Grad (llesum. rentierte) ist, gehört zu den wichtig-sten Kulturzweigen der Südländer.

.. Nach Herrn von Humboldt giebt es wohl keineandere Pflanze auf dem Erdboden, die auf einem sokleinen Fleck Bodens eine so ansehnliche Masse nahrhafterSubstanz hervorbringt. '/« Hect. oder i preuß. Morgenganz besonders fruchtbare» Bodens, soll über 25 In-dividuen nähren, da hingegen diese nämliche Flächesdas 8te Korn Weizen angenommen s *) in Europa nichteinmal die Nahrung für eine Person geben würde.

Unsere Cerealien geben vom Nordpole bis zu denTropenländern. Korn wird in Lappland und im Thalevon Mexiko gebaut, und wenn der Mais nicht geradeso tief nach Norden herabgeht, so steigt er hingegen umso höher und kräftiger nach Süden. Das Rcnnthier-moos — welches auf der Linie des ewigen Schneees, diees überschreitet, am gedeihlichsten vegetirt, da wo die

*) Wenn auch diese Annahme des Hrn. von Humboldt,des 8ten Korns Weizen auf einem besonders fruchtbarenBoden auf das 24re Korn erhöht würde, so beständenoch immer das Verhältniß der Bananas-Produktion zuder des Weizen wie 25 : Z.