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Einen noch großem Nutzen gewahren sie vielleicht,indem sie durchgängig das gebirgigte Land einnehmen,dessen erhabene und schiefe Lage dem Ackerbau nicht zu-saget, oder wo ein steinigter, magerer Boden schlechteErndten verspricht.
Entblößet diese Abhänge ihrer Hölzer, und es ver-schwindet oft mit ihnen der ganze Wohlstand der nahe-liegenden Thäler, denen sie in heißen Klimaten einengegen die Glut der Sonne schützenden Schatten gewähren,wenn des Nordens harzigter Forst, durch die Reflexionseiner Nadclbnsche, die belebende Wirkung des erwärmen-den Strahles auffallend vermehrt und die vegetabilischeProduktion erhöht.
Anstatt daß bisher, gezwungen durch die feste Be-waldung der Bergwände, des Regens und der Gewitterschnell anwachsende Gewässer sich in den Schluchten undtief einfurchendcn Beeten der Wald-Bäche sammelten,in unschädlichen bestimmten Strömungen in die größer»Flüsse ergossen und als reicher Gewinn den benachbartenThälern den fruchtbaren bumus zubrachten, den die sichfortdauernd erneuernde Betäubung aufden Höhen gebildet;wird nun von des Berges kahlem Rücken, welcher deinihn stets belagernden Orkan nicht mehr durch den unzer-störbaren Damm des Waldes und seiner Bewurzelungtrotzen kann, der Platzregen sich in tausend Fluchen überdie Flache ausgießen; nach allen Richtungen werden siedas Erdreich zerreißen und indem sie die bewegliche frucht-bare Oberfläche des Bodens zerstörend, verschlingen, dieThalgründe mit unfruchtbarem Kieß und Sand über-schütten.
Merkbar läßt sich daher oft der Zustand des Gebirges,das seine Wasser dem Thäte zuschickt, aus den Bvdeu-