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Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
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Erstarren vor Kälte würde der Polarländer ohne Holz;ohne es würde halb Europa auswandern, und Hungers-noth den Bewohner Südens bedrohen, wenn er seinefruchttragenden Waldungen missen sollte.

Auch in ökonomischer Hinsicht gehören also die Wal-dungen zu den nothwendige» Bedingungen des Lebens,wenn auch ihre Benützung nicht in allen Welttheilen dienämliche ist.

Vom höchsten Nutzen, ja von »»bezweifelter Noth-wendigkeit, sind sie daher der Erde, dem Menschen;weßhalb die Wald-Region immer, bei jeder Stufe derBildung seines Geschlechtes, einen eben so interessantenals bedeutenden Theil ihrer Oberfläche einnehmen wird.

Wie sich dieser Abschnitt begrenzt, welche seine Be-rührungen mit den übrigen Kulturzwcigcn des Bodenssind, dies die schwierige Aufgabe, womit sich gegenwär-tige Schrift beschäftiget, ohne sich zu schmeichle», siebefriedigend aufzulösen.

Einen Schritt nähern wir uns, durch Untersuchungund Würdigung des Einflusses der Waldausrvduugcnauf die Erde und ihre Vegetation, diesem vorgestecktenZiele.

Ueber die Forst-Ausrodungen.

So wie in hypochondrischer Stimmung einige Phi-losophen den Naturzustand des Menschen dem seiner Aus-bildung und Verfeinerung vorzogen, indem sie uns inlenem die Unschuld mit dem sie begleitenden, unwider-stehlichen Reize-, in dieser der Ausartung und VerderbnißBild vormalten; so finden sich noch jetzt, in Bezug aufbas physische Verhältniß des Menschen und seiner Um-gebung, überspannte Verehrer der ursprünglichen Natur,