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Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
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wo ci» Alt-Californien) Wasser und Erde beysammensind, ist die Fruchtbarkeit ungeheuer.

Der in Deutschland vielleicht nicht genug gekannteBcrnardin de St. Pierre, der edle Verfasser vonPaul und Virginie, dessen Verdienst als philosophischerNaturforscher groß ist, den als Naturmaler keiner über-treffen hat, bemerkt in seinen Ltuäsz -le ls »sture, daßauf Isie äs ki-snce die vegetabilische Attraktion häufigenRegen in der Nähe der Waldungen veranlasse, dahin-gegen Felder, welche denselben abliegen, diesen Regennicht tbeilen, und dort die Austrocknung der mehrstenBäche allein in den Abholzungen derGebirgs-Waldungenihren Grund habe.

Auch Vo lney*) bezeugt, daß in sämmtlichen Staatendie Entholzung das Ausbleiben mehrerer Bäche zur Folgegehabt habe, welches Ereigniß jedoch bis jetzt keinenNachtheil in den dortigen überwasserreichen Gegendenhervorgebracht haben dürfte.

Ein auffallendes Beyspiel nacktheiliger Folgen un-überlegter Ausrodung auf Höhen, citirt vonHumboldt,das mithin allen Glauben verdient.

Als zu Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts CortezMeriko eroberte, pflanzte man im Thale des nämlichenNamens Zuckerrohr; jetzt kömmt diese Pflanze dort nichtmehr fort, weil die Wälder, die gegen den Nordwindschützten, abgeholzt sind, daher das Thal kälter gewor-den ist **).

*) Isblesu <iu climst st äu sol cles llltsts unis ä'^insrlyue.lome I. xsx. 27.

**) Versuch über den politischen Zustand Neu - Spaniens-2ter Bd. 168.