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Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
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Ovpsrtement äu baut kkiu 1798 .

Die Zerstörungen der Waldungen auf dem stachenLande, wie in den Gebirgen, hat das Clima verändert,den Winden einen Unglück bringenden Zugang gestattet,der die Blüthe des Weiustockes und der Bäume tödtet.Die Regen wandeln sich in Uebersckwemmungcn, dieGebirge in unfruchtbare Felsen, die Thäler in brennendeWüsten.

I)6psrtement (tu k§orä 1798.

' Das Holzfällen hat den höchsten Gipfel erreicht.

O^psrtement <te 1804.

Die Staats - Waldungen, welche man -an Privatleuteverkaufte, vcrlohren in ihren Händen allen Werth, dasie einen schnellen Gewinn beabsichtigen, dieselbe reinabgetrieben haben, rc. rc.

Gleiche, ja noch stärkere Klagen über übertriebeneHolz-Ausrodungen, Holz-Mangel, Verkauf und Ver-theilung der Domänial - und Gemeinde-Waldungen,ertönen aus allen Dcpartcmenten Frankreichs; sie liefernden sichern Beweis der Gefahren, womit dieses Landbedroht wird, so wie der schlechten, erbärmlichen Forst-Wirthschaft, die dort zu Hause ist.

Es geht aus dem Gesagten hervor, daß, wenn einmäßiges, den Naturgesetzen nicht entgegengesetztes, Be-schränken der Forst-Region der menschlichen Gesellschaftnützlich, ja nothwendig ist; die grenzenlose Ausrodungder Waldungen höchst nachtheilige Folgen mit sich bringt.

Das Loos der Forste, deren Existenz so sichtbar aufdas Clima und die Fruchtbarkeit eines Landes wirkt,darf also nicht der Willkühr preiß gegeben, und dieWaldfläche nur dann in der Absicht die Bevölkerung zuvermehren, vermindert werden, wenn eine, auf allge-