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daher vorzüglich diejenigen Erdschichten angewiesen zuseyn scheinen, die wie z. B. der Kalkstein, der Mergeloder Leimen, in sich selbst nährende, sich in der Luftund im Wasser leicht auflösende Stoffe enthalten; dahin-gegen die Holzgattungen in einem an Dammerde arme»Boden, wie ein bunter Flötz-Sandstein, im Letten desSchieferthoncs *), sehr gut fortkommen, wenn sie ineinem dem Fruchtbaue sehr günstigen Kalkboden gewöhnlichzurückstehen; die nämliche Bemerkung ist aus die Obst-bäume anwendbar.
Ueberhanpt scheint es mir, daß die Dammerde beson-ders durch den Wärmestoff, den sie enthält, auf dieVegetation wirkt, zwar in dem Maaße, daß man sichoft versucht findet, jenen identisch mit derselben anzu-sehen.
Auffallend wenigstens ist es, daß in Mistbeeten, injedem gut gedüngten Boden, die Besserung von so kurzerDauer ist, ihre Wirkung sich kaum auf ein paar Jahrehinaus erstreckt.
*) Da dcr Schiefcrthon von Schriftstellern als der Holzzuchtuntauglich bezeichnet wird, so muß ich bemerken, daß ersich in hiesigem Steinkohlen-Flvnc eben so ausgezeichnetfür die Laubholzzucht, als ungünstig für die Felvkulcurbewahrt, dagegen finde ich die Bemerkung des HerrnOberförsters Kasthofcr, (in dcr interessanten Schrift:Bemerkungen über die Wälder des beimischen Hochgebirges)daß Kalkgebirge (vielleicht Urkalkstcin, dcr sich anders,wie der hiesige Flötzkalkstei» zur Vegetativ» verhalten dürfte)dem Gedeihen der Buche besonders günstig seyen, nichtin hiesigen Gegenden, häufig aber das Gegentheil dieserBeobachtung bestätigt. Zwar sah ich auch manches gutbestandene Stangenholz im Flvhkalksteinc, aber noch keinenmittelmäßige» erwachsenen Hochwald; die Bestände daurcnaber nicht aus, verbreiten sich früh in Aeste, und erlangenkeine ansehnliche Höhe.