63
Ueberzeugt, daß nichts die Wahrheit mehr zurücksetzt,als das Bauen von Theorien auf einzelne Erfahrungen,enthalte ich mich jeder allgemeinen Anwendung dieserBeobacbtungen: meine obige Annahme aber, daß dieWald-Vegetation der rheinischen Gegenden in andernGebirgs-Lagerungen vorzüglicher gedeihe, als in denen,welche der Feldkultur angewiesen sind, wird aus folgenderDarstellung, die ich nach der Erfahrung möglichst getreuwiedergebe, hervorgehen.
Die Mischung bindender und nicht bindender Erden(denn der Ausdruck schwerer und leichter, ist, obwohlangenommen, unrichtig) und der Dammerde kann zwaraller Orten jede Gattung des Bodens darbieten, die zuTage gehende Gebirgs-Art, oder Lagerung sey auch,welche sie wolle; man wird sehr guten, mittelmäßigenund schlechten Boden, im Porphyr, im Sandsteine, imKalksteine, in allen Abstufungen der Ur-, Uebergangs-und Flötz-Gebirge antreffen: es ist aber notorisch, daßdie Güte des Bodens im Allgemeinen und der Grad seinerDerwandschaft zu dieser oder jener Produktion, durchdie Gebirgs-Arten, welche den Boden bilden, oder diezu Tage gehen, mehr oder weniger bedingt werden; nichtuninteressant ist es daher zu untersuchen, wie, in Beziehungaufdie Gebirgs-Lager, sich der Boden im Allgemeinenzu der Wald- und Feld-Vegetation zu verhalten pflegt,welche generelle Beobachtungen wenigstens für die Gegend,wo sie gemacht wurden, einigen Werth haben dürften.
Die Urgebirge, wo sie zu Tage gehen, haben an sichwenig Einfluß auf die Vegetation; da ihr Gebilde oderihre Textur durchgängig zu hart, zu felsigt ist, als daßsie durch Verwitterung die nutzbare, mobile Oberflächedes Bodens merklich vermehren könnten; die Güte dcS