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Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
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übertrifft, nach Adanson, an Höhe alle übrigen dor-tigen Bäume.

Humboldt erwähnt in seiner Reise in die Aequi-! noctial-Gegenden eines Drachcnbaums zu Orotova (In-> sel Teneriffa) von 45 Schuh Umfang am Stocke, bey50 bo Schuh Höhe; dieser Stamm soll aber im 15tenJahrhundert die nämlichen Dimensionen von heute gehabthaben; wie alt mag er also wohl seyn? Ferner giebter uns Kunde von einem Baumwollenbaum, der binnenvier Jahren einen Durchmesser von 2 '/? Fuß erreichthatte, bezweifelt aber selbst die Angabe des Indianers,in Betreff des Alters dieses Baumes.

Sehr interessant wäre es zu wissen, von welcherHärte und specifischen Schwere das Holz dieser Niesen-bäume ist.

Im nördlichen Amerika, gegen den 4ostcn Grad nörd-licher Breite, an den Ufern des Okio, fand zwar Mi-chaur*) einen abendländischen Platanen, der 4 Fußvon der Erde, 47 Fuß im Umkreis hatte; er fügt aberhinzu, daß er sonst diesen Baum nicht dicker, als 1516Schuh im Umkreise (5 Schuh über der Erde) gefundenhabe; und doch ist nach seiner Beschreibung der Bodenäußerst reich an Dammcrde.

Nach Schöpf sind daselbst im fruchtbarsten Bodendie Weymoulhs-Kiefern und andere Nadelhölzer nichtlänger, als 80100 Schuhe.

Die Angaben Michaur, Seite 12, über den Zu-wachs an Hölzern, während den 10 Jahren, daß sie vonEuropa nach Eharleston im 3Zten Grad nördlicherBreite verpflanzt worden sind, können nur wenig be-

*) Vo^-ixe L I'oueLt ller monts 1804 92'