forscher haben durch genaue Beobachtungen und Mes-sungen es bewiesen, daß in Regel unter dem nämlichen !
Grade nördl. Breite diese Abnahme der Warme für jede j
100 Meter s /2 Grad des öOtheiligen Reaumürischen Ther-mometers beträgt, oder gerade so viel, als die An-näherung eines geographischen Grades zum Pole.
Da nun die Sonnen-Wärme eine der vorzüglichstenTriebfedern der Feld- und Wald-Vegetation ist, so läßtsich schon zum Voraus schließen, daß dieselbe auf hohenBergen und Ebenen unter gleicher Breite nicht die näm-liche ist. Hiernach sollte man glauben, daß es nichtschwierig seyn dürfte, das Gesetz der Progression zu fin-den, welches die vegetabilische Production nach dem Ein-flüsse der zu- oder abnehmenden Wärme unter verschiedenenErhöhungen festsetzt.
In dieser Hinsicht ist aber die vegetabilische Physik nochnicht weiter vorgerückt, als mit demVergleiche dcrVegctationunter verschiedener Entfernung von den Polen; wir habenuns daher auch hier noch mit ziemlich allgemeinen Ansichtenund schwankenden einzelnen Thatsachen zu begnügen.
Auch, da die Vegetation von mehrern Umständen undBedingungen abhängig ist, die zu gleicher Zeit auf siewirken, deren Einfluß aber selten isolirt aufgefaßt werdenkann, wird das vorliegende Problem schwerlich noch so-bald auf eine befriedigende Weise gelößt werden.
Nach mehrseitigen Beobachtungen, die zu einer ge-wissen Allgemeinheit erhoben werden dürften, scheint eszwar, daß die Produktion der Cerealien bey gleich mitt-lerer Temperatur auf Bergen, und in verhältnißmäßig !nördlicher gelegenen Ebenen nicht die nämliche ist, son- !dern daß ihre Kraft rascher zum Nachtheil der Erhebung,. !
als der nördlichen Lage abnehme, welches darum Grund