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finden mag, weil die Temperatur aller Jahreszeiten fichauf den Bergen mehr gleich bleibt, wie in den Ebenen;daher die Wärme des Sommers verhältnißmäßig in nörd-lichen Ebenen zum Vortheile der Cerealien wükt, dienur einiger heißer Monate zur Reife der Früchte bedürfen,denen aber eine stärkere Winter-Kälte, wie die auf Ber-gen gleicher Temperatur, nicht nachtheilig ist; woher esdenn kömmt, daß in Alten, unter dem 70ten Gradenördlicher Breite, noch Korn gebaut wird; welcher Er-scheinung man auf Bergen von gleicher mittlerer Tem-peratur, die kaum über dem Gefrierpunkte steht, nichtbegegnet; daß im nördlichsten Amerika auf den nahenHügeln der Hudsonsbay süße Trauben reifen, die getrocknet,als kleine Rosinen zu. uns kommen; daß im July undAugust auf Spitzberg das Harz an den Schiffen schmilzt rc.
Doch nimmt, nach Maaßstab des höhern Standes,die Ergiebigkeit der Erndten nicht so beträchtlich ab, alsViele es annehmen mögen.
Daß freylich unter günstigen Umständen der Kornbauim Gebirge fast so weit reicht, wie unter gleich mittlererTemperatur in nördlichern Ebenen (i Grad nördlicherBreite zu 100 Meter oder 320 Schuhe Erhebung gerechnet)beweißt das Kornfeld, wovon Benzenberg in seinerReise in die Schweiz (p»e- 137) spricht, wo zwischendem 48ten und 47ten Grad nördlicher Breite gelegen,das Korn 4boo Schuh über dem Meere noch gedeiht,obgleich es nicht mehr im Freyen reift.
In den Vogesen reift das Korn nicht mehr, wyhlaber der Hafer noch recht gut 2200 Schuhe überdem Meere; der Boden ist aber schlecht, der Berg demZuge der Luft und der Kälte ausgesetzt, weßhalb dieFeldkultur hier verhältnißmäßig niederer steht. Dieser