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Je entfernter die Pnnkte sind, welche zum Vergleicheder Productions-Fähigkeit gewählt werden, vorausge-setzt, daß alle übrigen Verhältnisse die nämlichen sind,je mehr werden die Resultate befriedigen.
Wiederholte, von erfahrnen Forstmännern unter ver-schiedene» Höhen und Climaten unternommene Vegeta-tions« Untersuchungen werden hoffentlich nach und nachdiese dunkle Seite der Wissenschaft aufklären; ihre Be-mühungen haben auf den wärmsten Dank gegründete An-sprüche.
Ein großer Theil der Waldungen, wie z. B.der Eifel, des Höh - und Soonwaldes ist aberdurch verkehrte frühere Mißhandlung so zurückgekom-men, die Kraft des Bodens dermaßen gelähmt; daßvollkommne, zu solchen Beobachtungen erforderliche Be-stände äußerst selten sind und die Bäume fast nirgendsdie ihnen nach der Natur des Bodens zustehende Dimen-sionen erreicht haben.
Unter solchen Umständen ist also mit der größten, un-befangensten Umsicht zu verfahren, sollen anders dieseUntersuchungen nicht allen Werth verlieren.
Dieser Degradation des Waldbodens bey hohem odernordischem Stande, ist es vorzüglich zuzuschreiben, wenndie Abnahme der Vcgctations-Fähigkeit nach dem Maaßeder nördlichen Lage und der Höhe überhaupt größer an-genommen wird, als sie es wirklich ist.
Die Holz-und Feld-Cultur auf Gebirgen und beyAnnähernng zum Pole erheischen eine umsichtlichere, er-fahrenere Behandlung, wie die in südlichen Gegenden,wo die Fülle der Natur die Bemühungen der Kunst fastüberflüssig, hingegen letztere den Mangel ersterer unfühl-bar machen kann: denn bekannt ist es, daß ein besser ge-