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! Eichen - Hochwaldungen und Lohschläge trifft man vor-! züglich im Thonschicfergebirge längst dem Rheine und der' Mosel, so wie, vermischt mit andern Holzgattungen, fastin allen Hoch - und Niedcrwaldbeständen an.
^ Die Kiefer ist besonders in den sündigten Gebirgen, und Thälern bey Speyer, Neustadt, Durcheiln und' ! Kayserslautcrn, oft mit der Buche abwechselnd, zu Hause.
! Die Weißtanne nimmt die höhere Region des rothen' ^ Flötzsandstcin - Gebirges der Vogescn ein.
^ ! Aus dieser Beobachtung des Standes und Bodens
* ergiebt sich für diese Gegenden, daß die Buche gewöhnlichbis zur Erhebung von 24oo Schuh, die höheren Punkte
* ! der Berge einnimmt, besonders gut in der Trapp-For-e mation, im Leimen, Letten und Sandboden, die Eiche
im Thonschiefer und Schieferthone, im angeschwemmtenGebirge, auch im Sande gedeiht, in letzterem aber, wenn^ ihm nicht eine Mischung von Leimen oder Letten beygege-
" ben ist, selten zu einer besondern Stärke gelangt; die
" Kiefer vorzüglich in sandigtcm Boden, an südlichen und
" ^ südwestlichen Wänden; dieWeißtanne im nämlichenBoden,
^ ! aber in nördlicher, östlicher oder westlicher Lage vorkömmt.
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2 > Bevölkerung.
§ Einen großen Einfluß auf den Zustand der Waldungenj hat die Bevölkerung und die Lebensweise der Menschen.
! Es kömmt nämlich alles darauf an, ob in einem>- > Lande hinlängliche Mittel zur Befriedigung des Brenn-
^ Materials im Allgemeinen, mithin deS Bau - und
! Brennholz-Bedürfnisses vorhanden sind; und ob die
ok Masse der Bewohner sich diesen Bedarf auf eine legale
c" ^ Art zu verschaffen und der Wald den Anforderungen,
welche die innere Industrie an ihn macht, Genüge zn
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