Buch 
Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
Entstehung
Seite
109
JPEG-Download
 

gebaueten Kornfeldern I8maldie Saamenfrucht gewonnennnd es ist nickt zu bezweifeln, daß wenn die Felder sostark wie die von Alzey gedüngt würden, die Produktion,wenn auch nicht der dieses niederer nnd in einem frucht-baren Leimen und Kalkboden gelegenen wohlhabendenStädtchens gleichgesetzt, doch merklich erhöht werdendürfte.

Der Boden eines großen Theiles der Eifel ist gut,und selbst besser wie der von Kriegsfeld, die Lage etwasnördlicher und höher, mithin nicht ganz so günstig; dochwürde die Produktion dieser sehr nahe, und ihran vielen Orten gleich kommen; wenn dereinst der Acker-bau der Eifel die nämliche Stufe der Vollkommenheit wirderreicht haben. Der Feldbau und ein wesentlicher Zweigdesselben, der Viehstand werden aber nie in der Eifel zudieser Höhe gelangen bis die Stallfütterung und mit ihrder Kleebau durchgängig wird eingeführt worden seynund mit der steigenden Bildung des Bauernstandes dieallgemeine Armuth des Landes abgenommen haben; dennso lange der Bauer mit der Noth, mit der Sorge dertäglichen kümmerlichen Nahrung zu kämpfen hat, ist esihm unmöglich seine Aecker gehörig zu bestellen, durchFleiß und Besserung des Bodens sich zu dem Punkte zuheben, auf einer weit geringern Fläche eine größere Pro-duktion zu gewinnen.

Vermehrung der Bevölkerung, Derstückclung des Acker-landes, wenn die Kultur desselben nicht gewonnen hat,wird das Elend des Bauernstandes nicht mindern.

Vor allem müßte also wohl (welches nur vonoben herab geschehen kann) dahin gearbeitet werden,daß der Viehstand sich verbessere, und bey der großenEntfernung der Märkte, die Fcldproduktion wo möglich