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Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
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Fähigkeit nur allein durch Nadelhölzer, die ihm mehrNahrung geben als nehmen, wieder erschaffen werdenkann; nimmt die ganze Thätigkeit, Kenntniß und Aus-dauer des Forstmannes um so mehr in Anspruch, daseine Anstrengungen, welche so sehr mit örtlichen, physi-schen Verhältnissen zu kämpfen haben, selten von schnellemgünstigem Erfolge belohnt werden; und eine Regierung,welche vom großen Zwecke der Waldungen beseelt, esunternimmt, die durch Ignoranz und Selbstsucht einerfrühern Zeit Hingerichtete Vegetation wieder zu beleben,hat um so mehr auf ihre ganze Dankbarkeit die gegrün-detsten Ansprüche, da ein solches Unternehmen von großenAufopferungen unzertrennlich, keinen bestechenden Glanz,sondern allein das allgemeine Wohl beabsichtiget.

Ueber die Grenze der Feld- und Waldkultur.

Wenn es wahr ist, daß die eigentliche Kraft, derinnere Werth eines Volkes, nach der Stufe der mora-lischen und geistigen, seiner Eigenthümlichkeit entsprechen-den Ausbildung zu bemessen ist; so ist es nicht minderunbestritten, daß von der Benutzung des uns nährendenBodens der wahre, bleibende Reichthum einer Nationvorzüglich abhängt.

Höchst mögliche Entwickelung der geistigen und physi-schen Kräfte; dies das erhabene Ziel jedes einzelnen,alles öffentlichen Strcbens; welchem letzterem, von denallgemeinen ewigen Naturgesetzen geleitet, das ersterestets untergeordnet seyn muß, wenn nicht das Ganzemit dem Einzelnen untergehen soll.

Sehr verschieden vom Geld-Reichthum«: ist ein Wohl-stand, der sich auf die Benutzung des Bodens nach seinerEigenthümlichkeit und Produktions - Fähigkeit gründet: