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kultiviren können, wenn der bleibende Wald in gutemStande alle Furcht vor Holzmangel entfernt hält undder Ackerbau auf einer hohen Stufe der Kultur keinezerstörende Ansprüche an ihn zu machen hat!
Bis dahin verschiebe man in unsern Provinzen alleWald-Ausrodungen, wenn nicht die dringlichsten Um-stände eine Abweichung von der Regel nothwendig machen;denn weder an der Bevölkerung, noch an den Holzpreisen(nach Herrn Pfeil) läßt sich der Wohlstand eines Volkesam besten wahrnehmen; wenn letzterer sich nicht mit derersteren hebt, die Holzprcisc nicht mit denen der übrigenLandes-Produkte steigen oder fallen.
In den südlichen Ländern, wo der Mensch wenigerzu seiner Subsistcnz bedarf, wo das Bedürfniß der Nah-rung, der Kleidung und des Brennstoffes geringer, undder Boden in Regel ergiebiger, das Leben üppiger ist,pflegt die Population, wenn ihr nicht geradezu entgegengearbeitet wird, ungemein stärker, wie in nördlichenClimaten zu seyn: als Beyspiel mögen dienen, der ioni-sche Archipelag, Malta, Neapel. Sind diese Landerdeßhalb glücklicher, selbst nur reicher?
2 n der Umgegend von Mühlheim an der Mosel undan der Ruhr, von Elberfeld im Bergischen, wo sich dieWaldungen in einem dcplorablen Zustande befinden, istdas Holz ungemein theuer; die Heide, erlcs vulzsris ertetrslix , wird bey Elberfeld zu hohem Preise als Brenn-Material verwerthet: im Gebirge bey Dürkheim und Elm-stein, in einem ärmlichen Sandboden, wird die KlafterBuchenholz zu —16 Gulden, ja bey Altleiningcn imHenninger Forste zu 2) Gulden verkauft: sind diese Ge-llenden wegen den hohen Holzpreisen, die nämlichen, wiein der Pfalz, wo die ergiebige Feldkultur sie rechtfertiget,