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Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
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151
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„ung ist, daß in den rheinischen Provinzen mit der Zeitein großer Theil der Waldungen nach und nach zu Feldumgewandelt werden kann und muß, weil er sich zudieser Kultur eignet, dahingegen alsdcnn nicht unbeträcht-liche, als schlechtes Fcldland und Weide nicht produci-rendc Strecken zu Wald anzulegen sind: man verfahreaber bev diesem Kulturwechsel mit großer Umsicht, undschade dem Ackerbau nicht, indem man ihn heben will!Weder ein großer Feldbau, noch ausgedehnte Waldungen,erhöhen den National-Wohlstand, wenn ersterer in einemundankbaren Boden oder bey schlechter Kultur magreErndten giebt und letztere schlecht bewirthschaftet werden.

Mit welchem Vergnügen wird aber nicht der Forst-mann einen Theil der Waldfläche dem Ackerbau abtreten,wenn er sie besser nützen kann und jener die Ueberzeu-gung hat, daß ein Zuwuchs von Feld der zufriednerMenschen ist: muß er aber befürchten, daß jede Abtretungeines Waldes die neue Loosung wiederholter Angriffe undAnsprüche auf den bleibenden Waldbestand ist, daß eineErweiterung des kultivirtcn Landes zu gleicher Zeit eineVerschlimmerung desselben mit sich bringt; alsdenn wirdNiemand ihm verargen, wenn er mit Verdruß ergiebigeWaldungen in unergiebige Aeckcr umwandeln sieht, wenner sich nach Pflicht und Ueberzeugung solchen Anordnun-gen möglichst zu widersetzen sucht.

Noch weit entfernt dürfte der Zeitpunkt seyn, wo beyuns der Mangel an Aeckcrn eine überzählige Volksmengezur Auswanderung nöthigen könnte, wenn der Bodennach seiner Eigenthümlichkeit gebauet und benutzt wird.

Weit besser aber ist es, daß eine zu große VolksmengeUnterkunft in den unermeßlichen fruchtbaren Flächen finde,die in allen Wclttheilcn ihrer Urbarmachung entgegen har-