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Der Wald im Haushalte der Natur und des Menschen / von Rudolf Weber
Entstehung
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Einleitung.

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als blos Brennstoff zu produziren. Es bedurfte jedoch längererZeich bis die nothwendigsten Kenntnisse und Erfahrungen überdie zweckmäßigste Bewirthschaftung und Benutzung der Wäldergesammelt wurden und bis anderseits die erforderliche Energiezur Durchführung solcher Grundsätze im Wege der Gesetzgebungund Verwaltung allgemeiner erwachte. Trotz des großen Auf-schwungs, welchen in der Neuzeit die Forstwirthschaft undWissenschaft genommen, bleibt aber immer noch genug zu thun,um die offenen und heimlichen Angriffe auf den Forstbestandder für das allgemeine Wohl nothwendigen Bewaldung abzuwehren.Selbstsucht und Habgier des Einzelnen, wirthschaftlicher Nothstand,ferner Unkenntniß und Hang an hergebrachten Vorurtheilen sindnoch immer die schlimmsten Feinde des Waldes. Soweit Be-lehrung und Aufklärung im Stande ist, solchen Einflüssen ent-gegenzuarbeiten, ist es daher von größter Wichtigkeit, das Be-wußtsein Von der Bedeutung des Waldes für das allgemeineBeste, von seiner Stellung im Haushalte der Natur in weitestenKreisen zu wecken und dasselbe mit allen Hülfsmitteln derWissenschaft und Erfahrung zu unterstützen, ein Zweck,welchem auch die nachstehenden Zeilen zu dienen bestrebt sind.

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