Band 
Erste Abtheilung.
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. Buch Moſſs Cap. 30, verſ. 14. Tan. LXXXVIII 10

delſchernThargum, Joſephos Aquila, denenFilhen Arabiſchen Uberſetzungen, vielen5 iſchen Lehrern Fuller, Druſio, andern.ſheinangelk auch nicht an manchen zum Vor-wen gebrachten Gründen, Beliebter Kuͤrtzed hrdvollen wir ſolche mit wenigem beſehen,ken deſcheidentlich beurtheilen. Bey denen Alhaste dieſe Pflantze den Namen, als obbe elben Gebrauch andern Menſchen eine Lie-ſie 0 ungen und einpflantzen konnte, daheroden on denen Griechen N und gala ge-on D. worden wie auch das wort Dudaimbond od, das iſt liebreich, freundlich, folglichpole er Liebe, dem Vorgeben nach, abſtammeniſten Solchemnach, ſprechen die Mandrago-mit e habe Rahel eben deswegen die Alraunnige efftiger Begierde haben, und der Leadis Maſſen wollen, damit eine jede die Liebehun Mannes an ſich ziehen konnte; Sie bere-und von dieſem Gewaͤchſe einer einſchlaͤf-gen zent folglich der Venus oder Liebes⸗Wer-die Eucht widerſtreitenden, ſondern vielmehrhut hi fangnis befoͤrndernden Krafft; manWinz, daß Venus ſelbſten von dergleichennet kungen Map garn bey Heſychio genen-aue orden. Auch berichtet Dioſcorides, daß

Hirtevei ſe Art Alraun von denen Schaaf-um e6

viel zur Speiſe gebrauchet worden,zu dann gegenwaͤrtigen Verfechtern dar-auf ſtatten kommt, weil Jacob mit ſeineml. e bekandtlich im Hirten⸗Stande gewe-er; Endlich haben die ſchoͤne gelbe? ſtarck-hen wohl ⸗riechende Alraun⸗Aepffel bey Ru-ind Nea und Rahel ein beſonders Beliebenhae nrohlgefallen erwecket; Ohngeachtet nunlcd andere Gründe vormals dem Alraunauliger Seyfall erworben, ſo ſind dochſckenner Seiten wenige die ſich förterhin dazuwolghan. Leget man die Gründe auf einelicht aczogene Wage, ſo werden ſie bald zufh öftkünden b die aͤlteſte Uberſetzer beſinnenden en ers ſelbſten nicht, bleiben nicht auf ih-ſberſegmal erwehlten Pfaden. Jer. 24, 1. 2.her Uzen die Griechen das Work Duda nim-ſicb, Adragoras ſondern Koͤrbe, und Hohe-em A3. gibets das Thargum durch Bal-daß die woraus insgemein ſo viel zu erſehen,uus 5e Pudaim nicht ſo wohl einen ſtarcken-Oarcaudt einnehmenden, Schlaff bringenden

ſemaben muͤſſen, wie die Mandragorn,ehr einen angenehmen und lieblichen,

Ließero eine groſſe Frage iſt, ob Alraun

be reitende Krafft habe/ a ob es ſo

ſioch meob hülkra und Liebes ⸗Trüncke gebe?lone gere ziehet man in Zweifel, ob ſolchelachen eiber Willens geweſen, durch der-faken unzittel ihren eigenen Ehmann zu ver-Aekeſte nd in Liebe truncken zu machen? derwahels ezund natüͤrlichſte Liebes⸗Tranck warkeel olg ene ausbündige Schönheit. Undee geht dieſe Liebes⸗Artzney gedlenet haben,aucht worden ſeyn? In Warheit

nicht zu dem Ende, daß ein gleichſam bezau-berter Ehmann in unſinnige Liebe zerfallenſolte, vielmehr war ein Mittel vonnothen,welches die Unfruchtbarkeit aufheben koͤnnte,die aber insgemein von ſolcher Beſchaffen-heit ſind, daß ſie die uͤbermaͤſſige Liebes⸗Triebeeher hemmen als vermehren ſollen; der Textſelber verraͤth, daß die Rahel nicht aus Triebder Geilheit den Vertrag und Antrag gemacht,weil ſie um die gefundene Dudaim ihren Eh-Herm der Schweſter Lea auf die inſtehendeNacht zum Beyſchlaff uͤberlaſſen. Von derMandragora, dem Opio und anderer einſchlaͤf-fernden Sachen Frucht bringenden Krafft iſtuns ſo wenig bekandt, daß vielmehr eine wi-derwaͤrtige Krafft zu vermuthen. Die An-nehmlichkeit der Alraun⸗Aepffel gibt endlichdieſem Gewaͤchs kein mehrers Vorrecht, alsandern, ſo gar auch gifftigen Blumen undFruͤchten; Ich wuͤrde die abgeſchmackte Ju-den⸗Fabel mit keinem Wort beruͤhren, nachwelcher die Menſchen⸗Geſtalt in denen Fah-nen Rubens geſtanden, die man in der Alraun-Wurtzel gleichfalls will entdecket haben, undvor Alters dem Pythagoræ und denen Roͤmernbekandt geweſen, wo nicht dieſe AltvaͤteriſcheMaͤhrlein von Juden, Arabern, Perſern indie Ehriſtenheit ſelber eingeſchlichen, allwo an-noch leicht⸗ und aberglaubiſche Leute angetrof-fen werden, die der Alraun⸗ Wurtzel eineKrafft beylegen, Gluͤck und Frucht zu bringen,verborgene Schaͤtze zu entdecken, wenn ſie mitbeſondern Gauckeleyen unter dem Galgen her-fuͤr gegraben werden; Von dergleichen Maͤhr-lein findet man Nachricht bey Jolepho Bell.Jud. L. VII. c. 25. Plinio L. XXV. c. 13. wel-che mehr werth ſind hoͤniſch ausgelacht, als mitGrunden widerleget zu werden; Indeſſenwird Alraun fuͤrgeſtellet Fig. I.Franciſco Georgio einem Venetianiſchen Mi-noriten gefallen die weiſſe Lilien, deren Wur-zeln denen Bruͤſten aͤhnlich, und werden dieſeGedancken unterſtuͤtzet vom Ebreiſchen WortDad, welches auf Ebreiſch eine Bruſt heiſſet,und mit der Grund⸗Wurtzel des Worts Du-daim uͤbereinkommet. Der May Monattraͤgt auch etwas bey, worinn die Lilien bluͤ-hen, und in welchem die Weitzen⸗Erndte bey

denen Juden geweſen, ferner der liebliche Ge-

ruch, welcher Hohe⸗Lied 7, 13. angeruͤhmetwird, und endlich die befruchtende Krafft;

alles aber beruhet auf ſchwachen Fuͤſſen, weil15 eite auch andern Pflantzen gemein iſt,18. II.

Jarchi erwehlet die weiſſe Zornungs-Blum Fig. III. wegen Schoͤnheit der Blumenund lieblichen Geruchs. Weßwegen ſie auchehedeſſen vornehmlich zu Blumen Craͤntzenund Cronen gebraucht worden, doch hat auchdieſes einen ſandichten Grund. 3

Auſſer deme finden ſich Gelehrte, ſo die Du-daim mehr mit dem Geſchmack als Geſicht auf-

Ee ſuchen,