2. Blch Moſis Cap. 24. verſ. 18. TAB. CLXXII. 271
gen; die unterbrochene Scheid und Verthei-lung findet hier keinen Platz, man muß dieNatur⸗Graͤntzen verlaſſen, und uͤber dieſelbi-ge zu denen Wundern ſteigen; Haſt du Ver-langen die Urſache einer ſo wunderſamen Er-
haltung zu wiſſen, ſo ſuche ſie Matth 4, 4.
der Menſch(lebt) wird nicht allein vomBrod leben, ſondern von einem jedenWort, das durch den Mund GOc-TS ausgehet; Eben der GO T T, wel-cher Waſſer aus dem harten Felſen flieſſendemacht hat, wo kein Waſſer innen war derein Volck 40. Jahr lang mit Himmel Brodgeſpeiſet, auch in dem Stande ſeiner Menſch-heit vermittelſt eigenthuͤmlicher Allmacht ſichſelbſt erhalten, hat dieſes auch an ſeinen treu-en Knechten Moſe und Elia erwieſen; Da da,verſtummet alle Wiſſenſchafft und Scharffſin-nigkeit der Natu.. iZu Ende dieſer Betrachtung erwehne icheines 40. Taͤgigen Faſtens welche durch einenthoͤrichten Selbſt⸗Betrug und verderbte Ein-
bildung veranlaſſet worden. Guſtav vonBernhard, ein Mecklenburgiſcher Edelmannunterfienge ſich unter dem Vorwand einerGoͤttlichen Erſcheinung nach dem ExempelMoſis, Elia und CHRIS J eine 40. Taͤ-gige Faſten auszuhalten; dieſe begunte er auchwuͤrcklich zu Ploͤn in Hollſtein den 24. Juli,1719. und endete dieſelbe wuͤrcklich am fol-genden 1. Septembris; Hieruͤber iſt er aberdergeſtalt vertrocknet und ausgemergelt wor-den, daß er Tags darauf den 2. Sept. Todtesverblichen, mit Hinterlaſſung eines von Pro-phetiſchen Schrifften angefuͤllten Kiſtleins,wobey ſich jedesmalen zur Unterſchrifft gezei-get: Des groſſen Ro be in Iſrael getreu-er Knecht, der Juͤdiſche Elias, Guſtavvon Bernhard. Dieſe Geſchichte hat derMedicus alldorten D. Georg Hermann de-nen Breßlauiſchen Sammlungen im IX.Verſuch p. 363. einverleiben laſſen, allwo ſieind weitlaͤufftigen Umſtaͤnden nachzuleſen
Schaue hier in Moſis Bild der GOTT; vereinten Weiſe:Sie leben in dem Schau' n ohn allen Tranck und Speiſe;Rein Hunger mahnet ſie: dann der wird ewig ſatt/Wer wuͤrcklich den Genuß des Hoͤchſten Gutes hat.
Indeſſen ſaͤttigt euch am Vorſchmack ſeiner Guͤte:
Selbſt⸗ faſten ſtillet nicht den Hunger im Gemuͤthe.Wer Durſt und Hunger hat nach der Gerechtigkeit,Wird uͤberſchwenglich ſatt, doch erſt zu ſeiner eit.
TAB. CLXXIII.
2. Blich Moſid Cap. 25. verſ. 1-7.
und der HERR rede mit Moſe und
ſprach:
Sag den Kindern Israels, das ſie mireine beſondere Gabe geben, undnehmet dieſelbe von jedermann,der ein freywilliges Hertz darzu
Dieſes aber iſt die Gab, die ihr mirvon ihnen nehmen ſollet, Gold Sil-ber, Ertz.
Blaue Seiden, Scharlach, Roſinroth,
weiſſe Leinwath, Geiß⸗Haar.Rothlechte Widder ⸗Fell, Dachsfell,Foͤrren⸗ Holtz.Oel zu Lampen, Specerey zum Salb-el, und gutem Rauchwerck.
und der Heng redet mt Moſe und
ſprach: 8Sage den Kindern Israel daß ſie mirein Heb⸗Opfer geben, und nehmetdieſelben von jedermann, der es wil-
Das iſt aber das Heb⸗Opfer, das ihrvon ihnen nehmen ſolt: Gold, Sil-ber Ertz.
Gele Seiden, Scharlacken, Roſinroth
weiſſe Seiden, Ziegenhaar.
Roͤthliche Widderfell, Dachsfell, Foͤ-renholtz.
Oel zur Lampen, Specerey zur Salbenund gutem Rauchwerck.
Onychel
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