272 Tab. CLXXIII. 2. Buch Moſis Cap. 25. verſ. 1-7.
Onychel Steine, und eingefaſſete Stei⸗ Onych⸗ Stein und eingefaßte Steine5 zum Leibrock,latt.
und zum Bruſt-
zum Leibrock und zum Schildlein.
Sol hier des Berges Bild, ein Schatten⸗Himmel ſtehen,Baut GO im Sande-Grund ſich einen Keyß⸗Pallaſt;So ſoll ein willig Volck um ſolche Gaben ſehen/
Die Er zur Sierd und Pracht in ſeinen Sinn gefaßt.Nun dann/ O! Iſrael bring erſtlich ihm dein Hertz/Hiernaͤchſt Gold, Silber/ Ertz:
Thelechet, Argaman, Tholaath Schani:
G OCC
Will(a Seiden ⸗ Garn Scharlach und Roſin roth. N
Egenwaͤrtiger Betrachtung ſindgewidmet die freywillige Ge-ſchencke/ welche ſich der groſſeSchoͤpfer der Erden, der Al-lermaͤchtigſte Herꝛſcher und Ei-genthums⸗HeErꝛ der gantzen
Welt, aus dem reichen Natur-Schatz zu Seinem Dienſte und Erbauung derStiffts Hutten erwehlet hat. Aus demMetallen⸗Keich ſind hiezu beliebet Gold,Silber und Ertz/ welche aber als mehr bekand-te Dinge mit billichem Stillſchweigen uͤbergan-gen werden; Wenn nun diß einige behaltenwird, daß das in unſerer Teutſchen Uberſetzungbefindliche Wort Ertz uͤberhaupt ein jeglich ge-grabenes rohes Metall bedeute, dahero wirdie Stuffen, woraus Gold, Silber, Bleyherfuͤr gebracht wird, mit dem Beyſatz Gold-Ertz/ Silber ⸗Ertz, Bley⸗Ertz, zu nennenpflegen; vor dißmal muß man im Gegentheildurch das Wort Ertz, Ks, oder Cuprum das
Kupfer verſtehen, denn ſolche Uberſetzung er-heiſchet das Wort Nechoſchæth, wobey je-doch anzufuͤgen, daß unſer gemeines Kupfer
zum Dienſte GOTTES nicht genommen
worden, ſondern das koſtbare und vortreffli-che Gold⸗ gleiche Kupfer, welches ſich aus Eſr.
8, 27. abnehmen laͤſſet, allwo unter andern-
aus der Babyloniſchen Gefangenſchafft nach
Jeruſalem zuruͤck gebrachten Sachen auch
zwey glantzende ehrern Geſchirꝛ koſtlich
wie Gold(zwey gute eherne koͤſtliche
Gefaͤſſe, lauter wie Gold) ſich mit befun-
den. Eines ſolchen Indianiſchen oder Perſi-
ſchen, koͤſtlichen, Goldfaͤrbigen, dem Goldegleichgeachteten Ertzes gedencket Arittoteles de
irabil. 2* Iv di t“νö TE ο S Nat„ Xbu-cal, Man konnte den Unterſcheid nicht erken-nen, ob ſie(Darii Trinck⸗Geſchirre) mehrvon Ertz oder Gold waͤren. Aus ſothanem
Rabel oder Gold⸗Ertz waren nebſt dem
ehernen Meer unterſchiedliche Gefaͤſſe des Sa-
lomoniſchen Tempels gegoſſen, beſage 1. Koͤn.
7, 45. Von welcher Sache anderwaͤrts
weiter Anlaß zu ſchreiben vorkommen wird.
nn Thecheleth iſt das erſte Wort wel-
ches aus dem Pflantzen⸗ oder Thier⸗Reich in
unſere Eroͤrterung faͤllet, und denen Ausle-gern zu ſo manchem Streit, Gelegenheit ge-machet„indeſſen gleichwolen einer genauenUnterſuchung werth iſt, weilen es allein inMoſis andern Buch 30. mal zuleſen, ſonſtenaber in Heil. Schrifft nicht vergeſſen bleibet.Die Chaldeer ſchreiben Thichla, Thachla; dieGriechiſche Uberſetzer geben es 4. B. Moſ. 4,7.dome duch weggvgsv, Hochpurpur⸗Farb inandern Stellen aber allezeit e unde orAlſo geben es auch Philo, ſoſephus, Aduila, Sym-machus, Theodotion, Hieronymus und unſe-re Lateiniſche Bibel mit allen alten Auslege-ren Hyacinthinum. Die Koſtbarkeit dieſerHyacinthen⸗Farbe, coloris hyacinthini iſt zuerſehen aus Kenoph. Cyrop. L. VI. AthenæoL. XII. Arriano L. VI. Perſio Sat. I.
Hic aliquis, cui circum endes hyacin-80 it ſema lana eſt.ier iſt jemand der Hyacinthen traͤgt,Die er um ſeine Schultern legt.
Daraus aber bekommen wir noch ſchlechteNachricht, was Art oder Geſtalt dieſe Farbegeweſen; Ich ſetze hier voran die Anmer-ckung eines Gelehrten unſerer Zeiten: Manwill dasfenige gerne wiſſen, was die beruͤhm-te und gelehrte Leuthe von wichtigen Dingenfuͤrgebracht, wenn ſie auch nur bloſſe Muth-maſſungen angeſtellet haben. Auch ihre Feh-ler und Ungewißheiten kan man ſich zu nutzmachen, wenn man gleich in demjenigen, wasdie Haupt⸗ Sache betrifft, kein groͤſſeres Lichtbekommt, ꝛc. Wir wollen in dieſer keine all-
ugroſſe Wichtigkeit betreffende Sache einenerſuch thun: die meiſte verſtehen eine Pur-pur⸗ rothe Farbe/ rubrum purpureum, wel-che entweder von der Hyacinthen⸗Blume, oderdem Edelgeſtein Hyacinth ihren Namen be-kommen. Die Blume beſchreibet Dioſcori-des ien regcuboedte, von hoher Purpur Far-be. In Auctario heiſſet Hyacinthinus ſo viel alsog gveoarbes. Bey Luciano in Amoribus wer-den die ſchoͤne Haarlocken des Frauen Jim-mers beſchrieben, wie ſchoͤn bluͤhende Purpur-farbe Hyacinthen. Der Syacinth heißt 175f ey