ſtellet, obſchon dieſe
2. Buch Moſis Cap. 25. Vers. 1-7. TaB. CLXXIII. 273
bey Athenæo L. XV. woο S!! Virgilio: Sua-
uerubeus, ferrugineus, annehmlich roth,purpurroth; auch iſt der Hygeinth⸗Steinmehr Purpur ⸗faͤrbig als Viol⸗blau, wie dannder Rubin ſelbſten bey denen Arabern undPerſern ſeinen Namen von der Hyacinthen-Farb bekommen. Heſychius und Suidas ge-ben bacſvhivey durch v oνν‘Üο˙οονꝰ woech v;Wuͤrde dieſe bißanhero erklaͤrteMeynung Platzfinden und die Oberhand gewinnen, ſo koͤnnteman die Hyaeinthen⸗Farbe in dem unter unswohlbekandten Tuͤrckiſchen Garn Baum-wollen vor Augen legen, welches man aus
Aſien in Europa uͤberfuͤhret, und auf dieſen
Tag ſich nicht hat nachmachen laſſen, ob gleichdie Tuͤrckiſchen Faͤrber damit ſo geheime nicht
ſind, daß ſie nicht auch andere die Kunſt ſich
ablernen lieſſen Fig. I. f
Andern leuchtet Thelechet mit Simmel-blauer Farbe in die Augen, denen unter de-nen Juden Maimonides de Vaſis Sanct. fol.16. C. 8. Sect. 13. vorangehet, ſolchen liegetweiter nicht ob zu beweiſen, als daß Hyacin-thinus color, SHyacinthen Farbe blau ſeye;Auf dieſe Art kan unſere Lateiniſche Uberſe-tzung mit dem Teutſchen Buchſtaben ohne Muͤ-he vereinbaret werden, dann jene hat Hyacinthinum, dieſe blaue Seiden, dazu ſind
Gruͤnde von zimmlicher Staͤrcke vorhanden;
Es iſt ja bekandtlich die Hyacinthen Blume,die man hier zu Lande Glaßlein nennet, blauerGeſtalt; Ich leugne nicht, daß man auchPurpur faͤrbige findet, allein es ſind dennochdie allermeiſten insgemein blau oder weiß,dergleichen ehmals Columella ſahe:
Nec non& niueos& coeruleos Hyacinthos.
Auch Hyacinthen weiß und blauAuf bund gemahlter Blumen Au.
Die Griechen haben bονν baiyheg, Him-
mel⸗ blaue Hyaeinthen, ſchwaͤrtzlicht oder dun-ckelblau, wie dann dieſer Name einem gewiſ-
ſen Stein oder verhaͤrteten Metall Safft, ei-ner Pflantze, dem Meer⸗Waſſer, und einemVogel, die ſaͤmtlich von dieſer Farbe, oyaneo,ſind, beygeleget wird; Sulcer. acl h. voc.Wem iſt unbewußt, daß der Syacinth⸗Stein
blau, coeruleus ſeye, nitore coeruleo bey So-
ino: flucticolor profunditas Martiano Capel-
l L. I. cœli ſerenus color ſicut Sapphirus, diehelle Himmel⸗Farbe wie des Sapphirs Am-proſio in Apoc. XXI. 20., N AndreCœſarienſi in I. c. behαEα ire mari concolorMeer faͤrbig Epiphan. de 12. Gemmis, folg-lich und kuͤrtzlich: Himmel⸗ blau, Meergruͤn-blau, deshalben Epiphan. in Alogis die dhv Und a, 4d, N NI einander gleich-Woͤrter auch einePurpur Farbe andeuten; doch die Him-mel ⸗ blaue nicht ausgeſchloſſen, Areth. in
Apoc. c. 57. Es iſt auch Callais ein dem Sap-
phir gleicher Stein Plin. L. XXXVII. c. 10.
Callais Sapphirum imitatur, candidior& lit-toroſo Mari ſimilis, deßhalben die meiſte Ju-den das Thelecheth, vor eine Meer⸗ undHimmel⸗ blaue Farbe halten. Tract. Mena-choth. c. 4. Maimonides in ITſithſith c. 2.Kimchi Lex. welcher die Ultramarin- Farbeſelbſten hieher ziehet, wie dann auch nochmehrere der blauen Farbe das Wort reden,nahmentlich Lund und vornehmlich Braun,der ſich ſchmeichelt, daß er es gewiß darge-than habe de Veſtitu Sacerd. Hebr. L. I. c. Ig.War ſie blau, ſo iſt die Seide oder Baum-Wolle(denn mit dem Grund⸗ Text konnenwir hierinnfalls keinen Ausſchlag geben) mitPflantzen oder dero Saͤfften gefaͤrbet worden,
wie Clericus nicht unfein erwehnet Comm. in
H. I. Fig. 2.
Ich verhoffe nichts ungereimtes zu unter-fangen, wenn ich blau⸗ und Purpur ⸗Farbefolglich beyde Meynungen miteinander ver-binde. New toni Optica gibt uns zu erkennen,daß die Viol⸗ blaue Farbe mit der rothenanderer Ordnung ſehr nahe verwandt ſeye, ſodaß durch Huͤlffe eines geringen Zuſatzes jetztdie blaue, bald die Purpur rothe bereitetwerden moͤge; Gleichwolen will ich nicht ber-gen, daß der Purpur bey dem groͤſten Hauf-fen der Scribenten mehr wegen ſeiner rothenals blauen Farbe geruͤhmet werde. Virgil. III.Georg. hat Tyrios rubores. Ouidius de Art.L. III. v. 170.
Lanam quæ Tyrio murice rubet.
Wolle, ſo die Tyrer Schneckenroth beflecken.
Plin. L. IX, c. 38. vergleicht den Purpurmit Blut; Einige glauben, Homerus habeebenfalls hierauf geſehen, wenn er in Verglei-chung der Todtes⸗Art wie man einen Meer-Schnecken zerknirſchet, einen ſchleunigen Todden Purpur⸗Tod nennet; Euſtath in Iliad. 4.v. 83. andere von alten und neuen Gelehrtenhalten den Muricem fuͤr einen Fiſch in deſſenBlut man getuncket, damit dieſe Farbe gezeu-get worden. Die Poeten haben Purpur/ faͤr-big purpureum genennet alles was hochrothiſt; die Sonne, die Morgen⸗Röthe, denWein, Trauben, Maulbeere,, Narciſſen,Roſen, Feur⸗Blumen, Violen, Leffzen, undWangen eines zarten Frauen⸗Zimmers, des-gleichen den Amethiſt. Bochart. Hieroz. P. II.L. V. c. 10. fuͤhret Zeugniſſe in groſſer Men-ge an, welche zwar auch der blauen Farbe zu
atten kommen. Indeſſen machet Nenophoneinen Unterſcheid unter der Purpur⸗ undHyaeinthen⸗ Farbe, als er ſich vorgenommendie Kleider Abradatæ zu beſchreiben; Gleichesthut Democritus Epheſius wenn er von derAagaa Epheſer