eee
2. Buch Moſis Cap. 27. verſ. 20. 21.
Gebeut auch den Kindern Iſraels, daß Gebeut den Kindern Iſrael, daß ſie zu
ſie zu dir bringen das allerreineſte,lauter Oel, von Oel⸗Baͤumen ge-ſtoſſen, zu Leuchten, damit man ma-che, daß das Licht aufgehe fuͤr und fuͤr.
In der Huͤtten der Verſammlung auſſerdem Vorhang, der vor der Zeug-nus haͤnget, ſollen es Aharon undſeine Soͤhne zurichten von demAbend biß an den Morgen vor dem
dir bringen das allerreineſt lauterOel von Oel⸗Baͤumen, geſtoſſenin die Lampen thue. 6 1In der Huͤtten des Stiffts auſſer demVorhang, der fuͤr dem Zeugnißhanget: Und Aaron und ſeineSoͤhne ſollen ſie zurichten beydedes Morgens und des Abends fuͤrdem HERRN.
Go iſt ein GO CT des Lichts, Er wohnt in einem Licht,zudeme niemand kommt/ doch ſoll ſein Angeſicht
Auch leuchten ůͤber uns, und auſſen herꝛlich ſcheinen
Man ſiehts in Feuer⸗Saͤul, auf Aarons Bruſt und Steinen,
Ja hier ſoll reines Oel das Licht und Lampe nehren/— Daß wir mit Glauben uns zu dieſem Lichte kehren.
n Eintheilung des 24. ſtuͤndi-N gen Tages in Abend und Mor-
S gen haben wir anderswo zuri J EGenuͤge gehandelt; darum wir7 ohne ferners Aufhalten das—HGSel auf die Probe nehmen
wollen, welches zu der LampeGOTTES gebraucht wurde, es war ſelbi-ges das Baum Oel, Oleum Oliuarum,einer der nuͤtzlichſten und edelſten Saͤfften,der dem Wein Milch, Honig nichts nachgi-bet; man preſſet dieſes Oel aus Oliuen oderOelbaums ⸗Fruͤchten, und haͤlt ſich beſondersnach dreyerley Arten: I.) das edelſte, vor-trefflichſte, ſüſſeſte und lauterſte, welches beydem erſten Druck oder Preſſe aus denen zeiti-gen Oliven gleichſam von ſelbſten hervor flieſ-ſet, der Vorlaß oder Vorlauff wesrcorev,Olei flos, gleucinum, weilen es ſo ſuͤſſe als einMoſt iſt, Huile vierge, d. i. Jungfer ⸗Oel.
2.) Oleum iteratiuum, tortiuum, das Oel
von der zweyten Preſſe. 3.) tertiatiuum vomdritten Druck; die 2. letztern geben uns dasgemeine oder gemeinſte Baumoͤl, wozu man
nicht nur die Preſſe, ſondern auch das Feuer
brauchet, weilen die Oliven entweder geroͤ-ſtet, oder auch mit allem vermittelſt ſiedendenWaſſers angefeuchtet und erweichet werden.Jo. Bauhin Hiſt. Plant. L. VI. p. 13. 17. Po-met. Hiſt. Nat. des Drog. L. VII. c. 53. p. 240.Der Tert gibt noch eine andere Abtheilungdes Oels an die Hand, nemlich des zerſtoſ-ſenen und ausgepreßten. Das Oel, ſo zum
heiligen Gebrauch kommen ſolte, wurde nicht
unter einer Preſſe ausgequetſchet, ſondernnur geſtoſſen, und zwar in einem Moͤrſer,man nahme es auch weder von denen reiffe-ſten und ſuͤſſeſten, noch von gar unreiffen,ſondern von bald reiffen Fruͤchten, darum
dieſes daher geſammlete Oel, Oleum Ompha-cinum genennet, und fuͤr das allerbeſte gehal-
ten worden.
zur Leuchten, das man allezeit oben
Es iſt ein Oel⸗ Baum, beſonders der
zahme, kein ſonderlich groſſer, noch in weiteAeſte ausgebreiteter Baum, bleibet beſtaͤndiggrüne. Der Stamm iſt etwan eines Armsdicke, uneben, knoticht oder knoſpig, voneinem feſten krauſen Holtz, bittern Geſchmack,gelblecht und zuweilen geflecket, die Kinde
ſowohl am Stammen als Aeſten iſt Aſchen-
faͤrbicht und glatt; die Blatter ſind langund ſchmal, denen Weiden⸗Blaͤttern nicht un-aͤhnlich, zugeſpitzt, ſteiff, oben dunckel oder
gelbgruͤn, unten weißlecht an kurtzen Stie-len; die Blumen hangen wie die Traͤublein,weiß faſt wie an dem Holunder(Holder)jedes Blümlein beſtehet aus einem einigen invier Blaͤttlein zertheilten Stuck. Die Fruͤch-te ſind länglecht rund faſt wie die Eicheln,von verſchiedener Groͤſſe; erſtlich gruͤn, her-nach gelblecht, und wenn ſie vollig reiff wor-den, roͤthlich oder braun, auch ſchwaͤrtzlichteines ſcharffen bittern Geſchmacks: Mittenin dem weichen Fleiſche ſtecket eine harte, anbeyden Enden zugeſpitzte langlechte Nuß undin derſelben ein weicher Kern; von dieſemBaum und deſſen uͤbrigen Eigenſchafften leſt
man umſtaͤndlich Jo. Bauhin I. c. L. VI. C. I.
Das beſte will der HERR, der Beine will das Reine/Laßt Wuſt und Huͤlſen weg das Gute bringt alleine.N Wer da nicht faͤlſcht noch ſpart dem ſtaͤrckt OLC auch das LichtUnd ſalbt ſein Haupt mit Oel; ja wie der Geiſte ſpricht:Wenn Oel in Lampen iſt/ ſo wird man mit den FrommenZu ſeinem Braͤutigam und Hochzeit⸗Mahle kommen.
TAB.