Band 
Zweyte Abtheilung.
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1öö

2. Buch Moſis Cap. 30. verſ. l. 2. TAB. CCVIL CCVIII. CCIX. 331

OT will nicht viel, ſein Zweck und Fiel6 Geht nur auf unſern Willen: 5Wers gerne thut/ und machets gut/Kan ſeinen Luſt leicht fuͤllen.Neun Theil ſind dein der Zehend ſein,Wie kan mans ihm verſagen:!Ein Viertel Hin ſtillt ſeinen Sinn,Wer wolte ſich beklagen?

TAB CCI ccVIIIL Cx2. Buch Moſis Cap. 30. verſ. I. 2.

Du ſolt auch einen Raͤuch⸗ Altar ma-chen zum Rauchwerck, von Foͤrren-

0 Holtz ſolt du ihn machen.mer Ellen lang und breit, gleich vier-ecket, und zwo Ellen hoch, und dieHoͤrner ſollen aus ihm ſelbſt gehen.

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Du ſolt auch einen Naͤuch⸗Altar ma-chen, zu raͤuchern von Foͤrꝛn⸗ Holtz.

Einer Ellen lang und breit, gleich vier-ecket, und zwey Ellen hoch mit ſei-nen Hoͤrnern..

Ein andrer Opfer⸗Tiſch das Raͤuchwerck anzuzuͤndenIſt in dem Heiligen von Schittim- Holtz zu finden;Worauf man alle Tag die Raͤuchwerck lieſſe ſteigen,Des reinen Eifers Brunſt vor GOttes Thron zu zeigen.

On dem Holtze Schittim habenwir anderer Orten das noͤthigezu mehrmahlen abgehandelt;die Geſtalt dieſes Raͤuch⸗Altarswar prismatiſch, oben undunten gevierdt; die Seite die-18 ſer Vierung 1. Elle, das iſtJSchuh7. Zoll, 105. Linien Pariſer⸗- Maß,8 er 1. Schuh/ 7. Zoll, 755. Decimal-Züͤricher-daß, oder 1. Schuh, 7. Zoll, 8. Lin. die101. 3. Schuh, 3. Zoll, 85.men Pariſer⸗ 3. Schuh, 3. Zoll, 4, Linienüricher⸗Maäſſes. Mithin war die Flaͤche,gevfauf, das Räuchwerck geleget worden eine3 vierdte Hebraͤiſche Elle, oder 2. Schuh, 106.8 oll, 98 Linien Pariſer⸗ 3. Schuh, 13. Zoll,C Linien Zuͤricher⸗Maſſes. Die gaͤntzeVurperliche Faſſung iſt leicht zu finden durchHoe Plication dieser gevierdten Fläche mit derlerthe z dieſer Raͤuch⸗ Altar ſtunde nicht im Al-mcheiligſtenwie zwar Auguſtinus ſich ehe-mahlen eingebildet, und darinnen dem Orige-gefolget, und damit nicht vereinbarn koͤn-rauch wie Zacharias Johannis Vater dabeychern können, da doch allein dem Hohen-

ind keinem der andern Prieſter in das Allerhei-

NM. e zu kommen erlaubt geweſen; da man nun

zündgens und Abends auf dieſem Altar an-

den m ila ußte, ſolches aber allein ſolchen zuge-aalen war, welche rein geweſen, folglich ſich

ch enthalten hatten; Wie wuͤrde dann der

welchen andere das

Hohe Prieſter krafft Goͤttlicher Erlaubniß ſein

Geſchlecht fortgepflantzt haben, wenn er alle

ma allein raͤuchern⸗ und gleichwohlen nie-mahlen unrein ſeyn ſollen? Da ferner Cap.751 v. 6. klar ſtehet: fuͤr dem Fuͤrhang/ derur der Laden des deugniß haͤnget; ſo iſtoffenbahr, daß dieſer Altar im Heiligen ge-ſtanden, und widerſpricht Paulus nicht, wenner Ebr. 9, 4. meldet, daß im Allerheiligſtenein guͤlden Kaͤuchfaß geweſen, maſſen einjeder den Unterſchied deſſen von einem Raͤuch-Altar wohl begreiffet, obgleich letzterer im J.B. Moſ. 4. auch der guͤldene Altar heißt,darum, weilen er nicht wie der Brand⸗OpferAltar mit ehernen⸗ſondern mit guͤldenen Plat-ten oder Blechen uͤberzogen worden; die Soͤr-ner, Spitzen oder Zincken waren ein Conti-nuum mit dem Altar ſelbſten, mit in demſel-ben eingezimmert oder eingefuͤget, welche all-jaͤhrlich am 1 0 Verſoͤhnungs⸗Feſt vomHohen Prieſter mit Opfer⸗Blut beſtrichen-deßgleichen fuͤr die Unwiſſenheits⸗ Suͤnden desVolcks oder der Prieſter beſprenget werden.Von der Einrichtung dieſes Raͤuch⸗Altars15 es ungleiche Meynungen; Fig. A. zeiget diebbildung nach Lundii Ju diſch. Heiligth.L. I. c. 25, nemlich ein viereckigtes Prisma vonder im Tert beſchriebenen Lange, Breite und Hoͤ-he: Oben iſt eine ebene Flaͤche, Ye ein Heerd,ö Dach nennen, welchesdie LXX. und Vulgata fuͤr ein GitterwerckPppp 2 an