anſehen; Unſer Lund ſtellet in die Mitten eindurchloͤchertes Rauchfaß, ſo die Prieſter mitgluͤenden Kohlen vom Altar fuͤlleten, und dasRauchwerck darauf legten; es moͤgen aber an-dere an deſſen ſtatt der LXX. ihre craticulam,Roſt oder durchloͤchertes Netze behalten, wennnur des Hrantzes nicht vergeſſen wird, wel-cher rings umher den Altar einfaſſete; Nebſtdenen viereckigten ⸗gerad⸗aufſtehenden Hoͤr-nern, die Lundius gezeichnet, ſind nicht zuvergeſſen die 4. guͤldene Ringe, worein die mitGold bezogene Schittim- Stangen geſtoſſenwurden, den Altar fortzutragen.
Fig. B. zeiget Scacchi Meynung Sacror.Elæochrism. Myroth. II. c. 4. dieſer ſtelletmitten in der Ober⸗Flaͤche an ſtatt des Roſtsoder Dachs, oder vorbemeldten Rauchfaſſesfuͤr Augen einen runden, guͤldenen, am Randerhobenen, und gleich einer Crone gezahntenTeller oder Rauchpfanne mit einem gantzen,undurchloͤcherten Boden, welcher die Kohlenund das Rauchwerck gefaſſet. Joſepho Ant.L. III. c. 7. beliebt es dieſen Theil e zu nen-nen: e NE ν,t, IL cuegtoναᷓ νννν U ẽ˖kad env gecperov, foculus aureus, corona aurea cir-cumquaque cinctus, ein guͤldenes Seerdleinmit einem guͤldenen Crantʒ rings umhereingefaſſet. Die Horner gehen nach ScacchiMeynung von denen Ecken heraus gleich denenWidders⸗Hoͤrnern. a
fig. C. iſt noch eine andere Form, wie ſieder Urheber des An. 1725. zu Londen offentlichgezeigten Salomoniſchen Tempels entworffen
at.l Von dem Weihrauch und andern hierauf
angezuͤndeten Raͤuchwercken haben wir das
meiſte bey andern Gelegenheiten unterſuchet;es hat Herꝛ Saurin in ſeinen Bibliſchen Piſcur.ſen unter mehrern den Maimonidlem angefuͤh-ret, und das Abſehen aus demſelben zu pruͤ-fen uͤberlaſſen, wenn dieſer Jud ſaget: Manopferte alle Tage eine ſo groſſe MengeVieh, welches man zerſtuͤckete, deſſen
Eingeweyde und Knochen man abwuſch/
und darnach verbrannte, daß der Rauchder von allen dieſen verbrannten Dingenentſtund, die Zůtte, wenn man nichtdrauf Achtung gegeben, mehr einemSchlacht Hauſe, als einem zum Got-tes⸗Dienſte geheillgten Orte wurde gleichgemacht haben. Deßwegen befahl GOttalle Tage zweymahl/ nemlich des Mor-gens und des Abends zu raͤuchern. Dieſes
Raͤuchwerck machte dieſen Ort annehm-
lich und anſehnlich, denn geſetzte/ er haͤtte
übel gerochen, ſo wuͤrde ſtatt der Ehrer-
bietung eine Verachtung gegen dieſen Hei-ligen Ort in den Sertzen 1 Nienſchenentſtanden ſeyn. Sb wir nun gleich dieſerationem Fhyſicam oder natuͤrliche Abſicht,die zumahl unſerm Vorhaben nahe kommt/nicht gantz verwerffen; ſo koͤnnen wir doch denGeiſtlichen⸗ als Haupt⸗Endzweck um deßwil-len nicht beyſeit ſetzen, als welcher iſt, Chri-ſtum unſern bettenden Hohen⸗Prieſter, unddie Chriſten als geiſtliche Prieſter des R. Te-ſtaments vorzubilden; der Prieſter A. Teſt.raͤucherte nicht nur auſſer der Huͤtten im An-geſichte des Volcks, gleichwie auch Chriſtusoffentlich und am Creutz gebettet, Gebett undFlehen mit ſtarckem Geſchrey und Thraͤnengeopfert, Ebr. 5,7. alſo iſt er jetzo zur rechtenGottes, und vertritt uns, er iſt in den Himmeleingegangen, da lebet er immerdar, und bittetfuͤr ſte; gleichwie nemlich die Prieſter auch indas Heilige zu raͤuchern eingiengen; das GebettChriſti reichte und galte an allen vier Eckender Welt, an ſein Gebett doͤrffen wir uns
halten gleich als an die Hoͤrner des Altars;
ſo ſoll unſer Gebett gleichermaſſen fuͤr G Otttůgen wie ein Rauch⸗Opfer/ unſerer Haͤn-de Aufheben wie ein Abend⸗ Opfer, Pf.141,2. wir ſollen ein durch das Verdienſt undLiebe IJEſu angezuͤndetes glaubiges und an-
daͤchtiges Gebekt Gott fruͤh und ſpat einen
angenehmen Geruch machen, kein fremdesRauchwerck ſuͤndlicher Gedancken bringen, ſon-dern den Vater auf dem Altar unſers Hertzensim Geiſt und in der Wahrheit verehren undanbetten. Schließlich bemercket belobter Her:Saurin mit einigen Auslegern die Urſache derunterſchiedenen Groͤſſe des hier gebauten undEzech. 41, 22. offenbahrten Rauch⸗Altars-welche ſeyn ſolle, daß G tt ein groͤſſer Maßder Gnaden unter dem Evangelio(worauEzechiels Geſichte und groͤſſerer Altar ſihet)als unter denen vorigen Haushaltungenverliehen. Denn unter dem Evangelio ſol-te der Geiſt der Gnaden und des Gebettsüber das Haus David ausgegoſſen wer-den, Zach. 12,10. Von Aufgang der Son-nen biß zum Niedergang ſolte ſein Nahmeherꝛlich werden unter denen Heyden/ an11155 1 ſolte Som Nahmen gere,ert, ein rein Speiß⸗Opfer geopfer
werden, Malach. 1, 8 be Spfergespf
s Kommet ihr Chriſten fur dieſen Altar/Traget den Weihrauch und Raͤuchwerck zuſammen,5 růfet/ und laͤutert die Heilige Waar-Blaſet/ erhaltet die rauchende Flammen.Trettet mit Betten fruͤh Morgens und ſpakMit heiligen Seuffzern, mit frommen Gedancken,An welchen GG TCT einig Beluſtigung hat,In ſeine Vorhoͤfe/ in Himmliſche Schrancken. a 1So werden ſich liebliche Duͤnſte verbinden,Mit JES/ in J&Su den ſuͤſſen Ruch finden. TA,.
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