Band 
Zweyte Abtheilung.
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legeg daher Weiſe mehr waſſerige Duͤnſte die

4. Buch Moſis Cap. 24. verſ. 6. TAB. COCXVIL CCCXVIII. 585

. hohen Berg mit groͤſter Beluſtigung an-wobeß Wie die Gaͤrten an den Waſſern;heilte Lleich anfangs zu wiſſen, daß ſonder-aui in denen hitzigen Orientaliſchen Laͤn-d 10 die bequemſte, fruchtbarſte Gaͤrten an0 een Waſſern den beſten und luſtigſten Raumdenen, und wie dergleichen Lage der Luſt undder Nutzen beljebet, alſo wird ſie auch vonna Nothwendigkeit anbefohlen; deßwegenne n auch in unſerm Europa ſonderlich in de-Su waͤrmern Provinzien, als Italien undminen ſind/ laͤngſt denen Seen und Fluͤſſen0 groͤſter Augenweyde ſehen kan Gaͤrten,Baunberge, Wieſen mit denen fruchtbarſtenahfannen beſetzet, Pallaͤſte mit groͤſten Koſtenchebauet, Luſt⸗ und Garten⸗Haͤuſer, wel-ſichman gegen dem Ende des Sommers haupt-lüdlich zu beziehen pfleget; wobey ein doppel-u orkheil erſcheinet, deren einer iſt Über-0 des Waſſers zu Befeucht⸗ und Begieſſungimmo flantzen⸗ der andere hingegen, daß manwender eine friſche kühle Lufft haben kan. Je

lter man nun gegen der Leuante kommt,un Aquatori oder ſogenannten Linie ſich naͤ-dat je nothiger und bequemer iſt ſolche Situs.ich oder Garten⸗Lage; Welchemnach leicht-von zu erachten iſt, daß laͤngſt dem Euphrat,

sho annen Bileam hergekommen war, ein

leiter Luſt Garte an dem andern geſtanden,Hchwie heutiges Tages zwiſchen Padua und

i ſchedig anzutreffen, und von dergleichen an-en

mlicher Gegend wird Bileam Gelegenheitgionen haben, die Vortrefflichkeit deskergelitiſchen Lagers zu beſchreiben. Mit käl-an Ländern hat es eine gantz andere Be-den dis, ſonderlich, je weiter man gegen Nor-kommt, weilen die an Waſſern liegende

aten denen Reiffen im Fruͤhling mehr als0

are unterworffen, wovon demnach die zar-Wir gwaächſe mercklichen Schaden nehmen.iich. haben bey uns ein Exempel an dem Zu-ende Ser und Limmat und denen daran graͤn-in den Weinbergen, welche von denen Reif-leidezemeiniglich mehr Gefahr und Schadenen als die, ſo weiter von dem Waſſer ab-n. Denn an ermeldtem Waſſer ſind ge-et Ahaͤngen, und ein gröͤſſer Grad(Maß)der Kalte; weßwegen in Engelland und an-ſun vo die Gaͤrten, ſonderlich auf denen In-Rüſſentit hohen Mauren verwahret werdenSttanr deren die Orientaliſche der Sonnen;fen 00 näher gelegene hitzige Lander, welcheSol Reiffen kriegen, wohl entbehren koͤnnen;Ach demnach iſt ein Waſſer⸗ reiches Land/ wieShiſppten war, nach der Sprach heiligerFarifft⸗ das ſchoͤnſte und beſte Land, wie einFun den des Hegi Rg 1. B. MeBauſcſegneter⸗ ein ſeeliger Mann iſt wie einBacpen am Waſſer gepflantzet, und amge 10 gewurtzelt/ denn ob gleich eine Hi-ommt, fuͤrchtet er ſich doch nicht

Moſ. 13, 10.

ſondern ſeine Blaͤtter bleiben gruͤne, Jer. 17.Der ſeine Frucht bringet zu rechter Zeit,ſeine Blaͤtter verwelcken nicht/ und waser machet, das geraͤth wohl/ Pſal. 1, 3.

Bileam faͤhret in ſeinem Weiſſagen fort,und ſpricht: Die e acob ſeyen wieAloe, die der HE

Dolmetſcher haben Oholim, und uͤberſetzensobe. c, alſo auch die Vulgata und Lutherus,ut tentoria, wie die Felten oder Huͤtten; Eslaͤßt ſich aber aus folgenden Worten und Be-ſchreibung abnehmen, daß ahalim ein Ge-waͤchs ſeyn muͤſſe, und zwar von einem an-genehmen lieblichen Geruch, welches aus Pſal.45% 9. abzunehmen, alle deine Kleider ſindMyrꝛhen, Aloes, Haahaloth, und Rezia,Spruͤchw. Sal. 7 17. Ich habe mein Bethmit Myrꝛhen/ Aloe/ Ahalim, und Zimmer

beſprenget; Hohel. 4,14. Narden und Saff-

ran, Kalmus und Simimnet(Cynamen) javon(mit) allerley Baͤumen des Weih-rauchs/ der Myrꝛhen und Aloes, ahalolhmit den allerbeſten Gewuͤrtzen. Was dißaber vor eine Wurtzel, Gewaͤchs oder Baumſeye, iſt ungewiß. Es ſcheinet, die LXX. Al-

ten muͤſſen ſelbſten daran gezweiffelt haben,

weilen ſie in den Pſalmen das Wort durchgary, Stacten, im Hoͤhenliede aber durch AueAloè überſetzet, hier aber gar einen andernWeg genommen. Symmachus bleibet in ge-neralibus, und hat ou Rauchwerck zUnſere beyde Uberſetzungen haben ſo wohl hierals in allen vorangezogenen Stellen Alo, wel-ches Wort auch dem Grund⸗Text am naͤch-ſten beyzukommen ſcheinet; Andere waͤhlenAgallochum, das Aloe⸗Holtz, welches Lab.CCC XVII. in- fig. A. vorſtellet, die Aloe ſelb-ſten aber Fig. B. oder das Alos. Gewaͤchſe findethier nicht wohl Platz, weilen es Gaecoche voneinem ſtarcken, widrigen Geruch und Ge-ſchmack iſt, auch zu Beraͤucherung der Kleidernicht angewendet worden, wozu gleichwolen

Ahaloth gedienet hat; deswegen der ArabsErpenianus(von Erpenio uͤberſetzte Arabs) es

Coſt uͤberſetzet, Coſtus, deme auch Clericusunterſchrieben hat; denn es iſt dieſes Gewaͤch-ſe ſchoͤn anzuſehen, und von einem dermaſſenlieblichen Geruch, beſonders ſo viel guch dieWurtzel betrifft, daß man die wohlriechende-ſte Salben daraus verfertiget, als zu ſehenbey Plinio L. XIII. c. I. 2. Was aber der Arabi-

ſche Coſtus eigentlich fuͤr ein Gewaͤchſe ſeye,

will ich durch Gegenhaltung allerhand ſo wohlalt- als neuer Scribenten vorjetzo nicht weitund muͤhſamlich unterſuchen; ja ich habe hie-zu um ſo weniger eine Begierde, weilen Sal-maſius Hyle Jatric. c. 88. p. 128. dieſe Sache

gar ausfuhrlich behandelt, annebens aber im

Zweiffel ſtehet, ob der Alten ihr Coſtus eben

derjenige ſeye, welchen man heut zu Tage da-ems kt ker für

R gepflantzet hat. DerGrund ⸗Tert hat Ahalim, welches Wort un-gleich gegeben wird; Die LXX. Griechiſche