594 TAE. CCCXXIII. 5. Buch Moſis Cap. I. verſ. 44.
Plin. L. XI. c. 16. Cum eximuntur mella, apesabigi fumo utiliſſimum, ne iraſcantur, aut ipſæauidè vorent. Fumo crebriore etiam ignauiaeorum excitatur ad opera:„ Wenn man das„Honig nehmen will, iſts am beſten, ſie mit„Rauch zu vertreiben, damit ſie nicht zu ſehr„ entruͤſtet werden, oder ſelbſten allzu begierig„ davon zehren. Durch oͤffters Raͤuchern wird„ auch ihre Faulheit zum arbeiten angetrieben.Dieſes nenneten die Griechen E und evade.Von dieſer Beraͤucherung hat nicht nur allhierMoſes, wenn der Syriſchen ſo wohl als auchChaldaͤiſchen und Arabiſchen Uberſetzung ſicherzu trauen, ſeine Gleichniß⸗Rede hergenom-men, ſondern es haben auch weltliche Seriben-ten unter dieſen Vorſtellungen ſolches zu ver-ſtehen gegeben. So ſchreibet Lycophronv. 180. von dem Paris, daß er nach dem Raubder Helena bey ſeiner Ankunfft zu Troja dieGriechen anhetzen werde, wie man die Bie-nen mit dem Rauch zu reitzen pflegte:
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Et hic quidem retrograda incedet via,Veſpas cruentas ex cauernis extrahens,Ut cum puer fumo alueare ſuffiit.
Und dieſer wird ſo dann den Wege ruͤck-waͤrts ſpringen,Der blutgen Weſpen Schwarm aus ihrenñẽfDochern einenGleichwie ein Knabe pflegt mit Rauch den5 Stock zu zwingen.
Anderer Vergleichungen zu geſchweigen, wel-che ſich finden bey Apollonio L. II. Argon. Vir-gil. Eneid. L. XII. Der Scholiaſtes Apolloniihat uͤber dieſe Umſtaͤnde ſeine Vernunfft⸗ maͤſ-ſige Gedancken, welche er alſo eroͤfnet; dieBienen ſcheuen den Rauch die 10 ge hοοοον ACuro vv copene, weilen ſie allzu enge Geruch-
Loͤchlein haben; Und dazu hat er Grund; Esiſt bekannt, daß allen Thieren, ſonderheitlichaber dem Ungeziefer der Rauch ſehr widrigund ſchaͤdlich iſt, maſſen auch die Horniſſen da-mit aus ihren Neſtern vertrieben werden; dennan ſtatt der reinen Lufft, deren alles Unzieferdurch unzehlich viele kleine Oefnungen zu ih-
res Lebens Unterhaltung theilhafftig wienſtalten derſelben Luft⸗Roͤhre durch den 0Leib ausgetheilet iſt, kommt ihnen eine 1 10le Wege undienliche⸗ mit Rauch verLufft zu Handen, die theils allzu duͤnnemit ihren ſcharffen ſaltzichten(laligiſchen hierlen die zarten Leiblein von dergleiche heinlein an ihren aus⸗ und inwendigen zen ver-kuͤtzelt, und zu gichteriſchen Bewegunge naganlaſſet, die ihnen gar bald den Garanchen, wo ſie ſich nicht unverzuͤglich 91.Flucht in freye Lufft begeben; Wer eien dierers von Bienen zu wiſſen verlangtScriptores rei ruſticæ nachſchlagen unandern Virgil. L. IV. Georg. welches ereel, apum curam mellifciique ration ceſchreibet, und gleich im Anfang ſeinem
nas alſo præſentiret:
a„— hanc etiam, Mæcenas, aſpice Pa
Admiranda tibi leuium ſpectacula
Magnanimosque Duces, totiusquedine gentis fig di-
Mores& ſtudia,& populos,& pra
cam;In tenui labor, at tenuis non gloria
Maͤcenas, ſchaue nun 1 9 dieſes daStuͤck ein, ieZu wundern haſt du dich am Schauſtleichter Sachen die altHeer⸗Fuͤrſten groß von Muth,. Otdnung machen ſie geDie Sitten 5 1 8 0 9chaͤfftig ſeyn,,Von Voͤlckern will ich dir und hitz benf f fen ſagen, r AbelWie ſie geringe Ding mit groͤſtenntragen.
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en ref,
N 5 eilEs ſoll aber dieſe Biene, oder Imme/ 9 5politiſches Thierlein, das ſeinen Konig ieh,ments⸗Ordnung, Staͤdte, Volcken cher Vir,Mannſchafft hat, die in verwunderliche Nfaſſung ſtehet, bey denen Hebraͤern v weilenmen Deborah darum erhalken haben uch ledabhar nicht nur heiſſet reden ſonde auch deten, fuͤhren und regieren. Dahin helah ſche 40Chaldaͤiſche Name dabbara, der Arg deutebron, womit ein Bienen⸗ Schwarm aus 207;iſt der Tuͤrcken debr bey Meninzk. Les.
Ie Bienen erwecken verdroſſene Geiſter,D Sind loͤblicher Ordnung erfahrene Meiſter/Gehorſam, arbeitſam, eintraͤchtig/ bewehrt/ 5Sind Sachen, die dieſes Volck lieblich uns lehrt.