der Suͤndfluth zehlen mag, deren wider dieMineralien anzufuͤhrende Klagen, und Be-hauptung ihrer natuͤrlichen Rechten in meinenQuerelis und Vindiciis Piſcium ausfuͤhrlichererſcheinen? Allerdings war es der Goͤtzen⸗freſ-ſeriſchen Heydenſchafft, wie auch dem leichtſin-nigen Judenthum, eine gefundene Sache alledieſe Gattungen lebendiger und lebloſer, alterund neuer Fiſchen, beſonders wegen ihrer ver-wunderlicher Seltenheit unter die Goͤtter ein-zuſchreiben; wie denn die Hiſtorien deutlichenBericht ertheilen, daß die Lybier ihrem ſupi-ter, Hammon genannt, Hoͤrner aufgeſetzet,welche nicht ſo faſt der gemeinen Meynungund Beynahmen nach von denen Widdern her-zuleiten, als vielmehr von einem gleich einerSchlangen in ſich ſelbſten gewundenen Stein,der unfern von des Jupiters Tempel in Africagefunden worden: ad cojus(Jouis Hammo-nis) Templum lapis fuit lectus, nach dem Zeug-nis Solini Polyh. c. 27. Es iſt aber dieſer Steinnichts anders als eine gewiſſe Art einiger inder Suͤndfluth untergangenen, verſteinertenSchnecken, welche ſich vor der Suͤndfluth indem Grund des Meers, oder in unterirꝛdiſchenWaſſer⸗Gehaltern aufgehalten, von welchemStein ich in meinem Cabinet eine ſchoͤne An-zahl und Verſchiedenheit beſitze, auch ſattſameProben hievon in dieſem Werck LAB. LIX.&c.gegeben habe. Von dieſem jupiter Hammonhaben gleiche Hoͤrner entlehnet Lyſimachusund Alexander Magnus, als angemaßte Soͤh-ne dieſes Jupiters, und die durch ſolche ſeltſa-me Jupiters⸗Tracht ſich ſelbſten vergoͤttert,und dem Volck zur Verehrung dargeſtellet, wieaus denen bald nachſtehenden Muͤntzen zu er-ſehen. Ob nun gleich dieſe bisherige ſelbſt ei-gene Erklaͤrungen mit einem ſchoͤnen Scheinkoͤnnten begleitet und ausſtaffiret werden, ſo
duͤncken ſie mich gleichwolen noch allzu weit
hergeholet zu ſeyn, dahero ich mit denen mei-ſten Schrifft⸗Exklaͤrern auf die Gedancken ge-rathe, daß durch die Fiſche unter der Erdendas gantze Geſchlecht der Fiſchen und andererWaser„Thieren muͤſſe verſtanden werden,mithin auch der Schalichten, welche unter der
508 Tak. CCCXXVI. 5. Buch Moſis Cap. 4. verſ. 8.
Seiten iſt die Pallas zu ſehen biz halt
umſchlinget. Golz. Num.
ori-der
zont der Erden leben, geſtalten va Bahn
Erden, das iſt, unter dem niedrigsten 5Erden in das Waſſer, deſſelben alen ſindund Schlaͤuche hinunter ſehen; 1175 in dero Un.ſie auch unter der Erde, indeme 11 haben intergrabenen Hoͤlen ihren Aufenthalt wie anMoraſt und Löcher ſich verſtecken heil auchKarpfen und Aalen zu erſehen, eneaus der Erde hervor gegraben wer e chörntesFig. A. iſt des Jupiter Hamme 1.47.Bildnis aus Achille Statio Vir. Alu 160 ebbig. B. Ein ander Bild von Mar zwarleicht eines von denen Prolemeris aupt mitder Koͤnigen von Cyrene, deſſen lſchaffterdem Haupt feiner Gemahlin vergeſe Numism.Spanheim Diſſ. V. de Præſtant.
p. 363.. wel18 C. Eine Müntze der Mitylen, Eeeche in Lesbo gewohnet, auf deren dammder Name und Kopf des ſupiter der greundauf der andern aber ein Sinnbild ihrer eh. 350.ſchafft mit den Pergäͤern befindlich. Halt mltkig. D. Alexandri des Groſſen eker undder gewohnlichen Loͤwen⸗Haut bedgriſſl unduͤber dieſes mit einem Elephar ak der anderndem Ammons⸗Horn geziert. Awelche in 11rechten Hand einen Wurf⸗Spie⸗ eiten findlincken aber einen Schild; auf der ud ein diferner zu ſehen eine Beckelhaube m glorwigler, welche Muͤntze vermuthlich zu abgewondigen Angedencken eines dem Porg eger Ine1 5 Sieges gepraͤget worden. 5aur. p. 241. 5 inen 8. E. Eine Münze, auf; deren ache mte das Haupt Lyfimachi zu ſehen/ dzeiner Koͤniglichen Haupt⸗Binde fache die bgeſchmuͤcket iſt; auf der andern is dewaffnete Minerua, ſo das Bildni et ein 235in der Hand haͤlt; unten erſche ten Harphin, der des Neptuni dees ab Je fre- jeher8.9. Welche Muͤntze um ſo wefa der Erdennet, weilen darauf zweyerlen uren Thiere!oder in Waſſern befindliche Goͤtzeſehen ſind.
5 Es reißt den kluͤgſten SinnD Die groͤſte Thorheit hin,Der Menſch/ ein Herꝛ auf ErdenWill ein Sclav des Gewuͤrms und ſtummer Fiſchen werden/Verlaͤugnet ſein Geſtalt und edles Meiſter⸗Bild/Verkleidt ſich ſelbſten wild;Am Gipfel ſeiner EhrenWill er ſich ſelbſt bethoͤren/Und legt dahin
Verſtand und Sinn.