Buch 
Die Bevölkerungsstatistik der schweizerischen Eidgenossenschaft und ihrer Kantone, unter steter Vergleichung mit den analogen Verhältnissen anderer Staaten : ein Beitrag zur Kenntniss der physischen und socialen Zustände der Schweiz / nach offiziellen Daten für Aerzte, Beamte, Geistliche u.s.w. bearbeitet von Dr. Wilhelm Gisi
Entstehung
Seite
132
JPEG-Download
 

132

angegebenen Einflüsse, besonders aber auf die Verschiedenheit der Geburtenzifferzurückführen lassen. Wir haben daher, S. 118, auch die Reihenfolge der Kantonein beiden Scalen angegeben, woraus sich in den meisten Fällen eine recht naheUebereinstimmung, freilich bei Bern, Obwalden, Zug, Freiburg, Schaffhausen undWaadt auch eine grosse Verschiedenheit kundgibt, die ihren Grund in localen,jedoch uns nicht näher bekannten Verhältnissen haben mag. Immerhin aber dürfteder Schluss nicht zu voreilig sein, dass weil beide Appenzell, St. Gallen und Glarusdie grösste Sterblichkeit aufweisen, hier, wir wollen nicht gerade sagen, dieschlimmsten materiellen, aber doch solche Zustände bestehen, welche dringendeiner speciellen Untersuchung durch Sachkenner zum Zwecke der Abhilfe werthwären.

11. Ebenso wichtig als die räumlichen sind für uns aber auch die zeitlichenDifferenzen der Geburtenfrequenz und der Sterblichkeit^ welche wir in Verbindungmit denjenigen der Unehelichen (zum Zwecke einer spätem Erörterung) und derHeirathsziffer (s.o. S. 100) im Zusammenhänge mit den mittlern Lebensmittelpreisen, diewir nach den im Tagblalt der Stadt St. Gallen wöchentlich mitgetheilten Ergebnissendes Rorschacher Frachtmarktes berechnet haben, für die einzelnen Jahre 1850 bis1864 für mehrere schweizerische Kantone mittheilen.

Bern. Zürich.

Lebensmittel-

Geb —

Sterbt.-

Heir.-

Unehel.

Gcb.-

Sterbl.-

Heir.-

Unehel.

Preise.

Ziffer.

Proc.

Ziffer.

Proc.

1850

Fr.

2.

25 57

30,35

51,21

189,93

1,13

32,12

39,79

112,69

6,29

1

2.

78

31,10

44,80

162,02

1,35

32,60

31,82

115,39

7,62

2

55

3.

44

32,72

43,09

160,66

1,47

33,36

40,io

130,35

6,90

3

n

3.

37

33.51

42,31

170,39

1,36

33,05

40,42

119,24

8,70

4

4.

83

34,12

41,56

158,31

1,24

34,76

39,84

137,86

8,09

5

V

4.

49

36,59

36,25

173,86

1,47

36,10

39,05

148,69

7,48

6

55

34.

96

31,53

46,24

186,36

8,28

33,90

40,03

152,16

9,08

7

32.

34

31,98

44,71

118,78

1,94

33,18

41,56

127,18

10.26

S

55

24.

42

30,07

46,77

115,03

8,13

32,75

38,05

123,18

8,41

9

55

25.

14

28,54

44.88

119,12

8,42

31,88

3 f,53

114,98

8,36

1860

..

33.

53

29,51

46,97

119,79

1,61

32,05

42,38

116,_

8,07

I

31.

94

30,17

43,13

130,48

(,05

32,34

39,32

115,05

8,27

2

55

30.

23

29,86

50,90

119,07

1,53

31,95

41,96

119,83

8,80

3

29.

18

28,58

48,35

115,53

1,24

30,49

40,48

113,77

7,16

4

55

27.

05

28,80

48,73

120,89

1,15

30,35

36,66

119,89

7,68

5

—

28,85

44,01

118,42

6,92

—

—

—

—

Mittel

31,44

48,06

135,ii

i,55

32,69

59,60

123,21

8,03

57 1850 — 55 (1. Januar bis 30. Septbr.) das Schweiz. Viertel — 15 Liter., 1856 — 64der ßoppelcentner; derselbe auch schon 1855 1. Octbr. bis 31 Decbr.: 39 Fr. 93 Cts,