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Vierter Versuch [Textband]
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125
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Physiognomischer Sinn, Genie, Ahndung. 125

Proportion, diese Einfachheit, diese Sanftheit des Ganzen, diese innige Truglosigkeit, wer wirdsie erblicken und gefühllos vor ihr vorübergehen?»

lind nuisnoch ein auffallendes allanziehendes Gesichtgen! von Guido vermuth-desvii.Taftr ü'ch unlange vor ihrem Tode gezeichnet von einem guten Mahler kopirt, von Stur-Crnci. zenb Meisterhand nachkrayonirt, und von Lipsen radirt und nicht erreicht unddennoch wie sprechend für alle Menschenaugen! Wo ist der Barbar, der ihm Liebe nicht anseh, undihm Liebe versage? Das Gesichtgen darf uns nichts geben aber wir wünschten, ihm geben zukönnen! Wir hören die Stimme der sanften Liebe aus diesen Lippen! wir glauben die Güte undUnschuld zusammengeflossen zu sehen O! wem so ein Gesicht nicht wohl thut! und doch er-zitterst du nicht, Menschenherz? erröthest du nicht, Physiognomik? und doch ist's das Gesicht ei-ner Vatermördermn, die zu Rom enthauptet wurde. Nein! erzittre nicht, Menscheuherz, underröthe nicht, Physiognomik! Schaam und Aberglaube, Schwarmerey und Abscheu vor Unna-tur zeugen unnatürliche Thaten die wie Gift den gesundesten Körper die gesundeste See-le verwüsten. Willst du des Physiognomisten lachen, der einen sonst gesunden Körper, der vomGifte zerstöret ist, gesund nennt?Sein Lachen, wenn er ein Gesicht erhaben nennt, das vom

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