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ſchiedenartigkeit der Ausnutzung der 4 Klaſſen. Auch hier ſagen dieEiſenbahnbeherrſcher: wer hat, dem wird gegebenDie Ausnutzung beträgt
in der I. Klaſſe 8„ 1%
A;; I. 1827* aller in der betreffenden Klaſſe vor-
S Eä 24,% handenen Plätze.
EE13 228%Die ſchlechte Ausnutzung der I. Klaſſe bringt es alſo zuwege, daſſdas ohnehin vorhandene Plus an Luftraum für einen Paſſagier derI. Klaſſe mehr als verdreifacht wird gegenüber dem Reiſenden IV.Klaſſe, und faſt verdreifacht gegenüber dem Reiſenden III. Klaſſe,mehr als verdoppelt gegenüber dem Reiſenden II. Klaſſe.
Die Ungerechtigkeit gegen die niederen Klaſſen zeigt ſich außer-dem, auch vom Standpunkt des Eiſenbahnintereſſes aus betrachtet, inverblüffender Härte. An totem Gewicht muſſ die Verwaltung ſchleppenlaſſen für einen Reiſenden:*)
I. Klaſſe II. Klaſſe III. Klaſſe IV. Klaſſe2405 k 1115 k 920 k 766 kD. h. der Reiſende der höheren Klaſſe beanſprucht nicht nur einenungleich höheren Komfort als der Reiſende der niederen Klaſſen,ſondern er verurſacht auch eine weſentlich ſtärkere Belaſtung des Zugesmit totem Gewicht, erhöht alſo die Selbſtkoſten der Verwaltung.
Trotz allen Begünſtigungen aber, an denen die beiden erſtenKlaſſen ſtets in erſter Reihe teilnehmen, will und will ihre Be-teiligung am Perſonenverkehr nicht zunehmen. Das Publikum iſt zuverſtändig, als daſſ es ohne zwingende Gründe ſo ſinnloſe Summenfür die Benutzung der Eiſenbahnen ausgibt, wie die Verwaltung fürgut findet. Die Zahl vollends der in der I. Klaſſe befördertenPerſonen iſt ganz erheblich zurückgegangen, nicht bloßrelativ, ſondern abſolut. Während 1884/85 befördert wurdenin der I. Klaſſe: 2 355 324 Perſonen, ſind im Jahre 1885/86 nurbefördert worden: 1 963 646 Perſonen. Im Jahre 1888/89 wardieſe Zahl auf 1880184 geſunken. Eine nette Tarifpolitik, welcheſolche Ergebniſſe aufweiſt!
Daſſ es ausſchließlich die Tarife ſind, welche den Stillſtandoder gar den Rückgang der Perſonenfrequenz bewirken, ergibt ſich nochaus folgendem Vergleich. Der Tarif für Güter hat ſich fortwährendermäßigt; der Tarif für Perſonen iſt, abgeſehen von dem Flickwerkder Vergünſtigungsbillete, allzeit derſelbe hohe geblieben. Was iſt dieFolge? Die Zahl der Tonnen ⸗Kilometer pro Kilometer Bahn hatſich koloſſal vermehrt, die Einnahme daraus desgleichen; dagegen hatſich die Zahl der Perſonen⸗Kilometer pro Kilometer Bahn kaum
*) Das Eigengewicht eines Perſonenwagens beträgt für jeden vor-handenen Platz 230 k.