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bis jetzt anderes getan als euch drängen laſſen? Von ſelbſt habt ihrja keinen einzigen nennenswerten Schritt vorwärts getan. Wir werdeneuch alſo unbarmherzig weiter drängen, ſicher, daſſ ihr unſerm Drängenfolgen müſſt. Und genau ſo wie ihr jetzt erklärt:„Den Zonentarif—niemals!“ haben auch die öſterreichiſchen Fachmänner noch vor 2 Jahrenerklärt:„Den Zonentarif— niemals!“ und jetzt haben ſie ihn ſchonſeit bald ¼ Jahren. Die„Fachmänner“ auf dem Verkehrsgebiet ſindnoch immer durch die Ereigniſſe gezwungen worden, ihre eigenen Wortehinunterzuſchlucken.
3)—„Eine Reform vorzubereiten und auszuführen, iſt Sacheder Fachmänner.’“—
Ja wohl, ſo ſollte es ſein, aber ſo iſt es leider nicht! ImGegenteil, jede große Verkehrsreform wird von den Männern vor-bereitet, die ihr verächtlich„Nichtfachmänner“ nennt, weil ſie ohneGehalt oder Tantiemen, rein aus Liebe zum Kulturfortſchritt derNation, eine ideale Pflicht erfüllen. Die Ausführung iſt natürlicheure Sache.
4)—„Warum aber ſo ſcharf und ſchroff(„brutal“ hieß es ineiner„fachmänniſchen“ Beurteilung meines Buches) gegen die Fach-männer? Würdeſt du nicht mehr von ihnen durch Sanftmut undHöflichkeit erlangen?“—
Den„Fachmännern“ widerfährt durch mich noch lange nichtdaſſelbe, was ſie tagtäglich durch ihre ſcharfen, ſchroffen und vielfachbrutalen Beſtimmungen, Scheerereien, Schikanen, Tarifklügeleien uſw.gegen das Publikum verüben. Auch bitte ich dringend, nicht etwazu glauben, daſſ ich Alles, was mit der Eiſenbahn zu tun hat, ineinen Topf werfe. Mit Bewunderung erkenne ich an, welche groß-artigen Leiſtungen an Pflichterfüllung, Aufopferung, Treue, Geſchick-lichkeit, Findigkeit von den deutſchen Eiſenbahnbeamten, vornehmlichvon den mittleren und niederen, Tag um Tag und Nacht für Nachtfür eine ſehr mäßige, oft ſogar unzureichende Bezahlung zu Wegegebracht werden! Ich habe die höchſte Achtung vor dem Verſtändnisfür die wahren Aufgaben der Eiſenbahn, welches in den wirklichenFachkreiſen herrſcht, beſonders bei den von der höheren Bureauſchreibereimit dem Wort„Subalternbeamte“ abgetanen eigentlichen Trägern despraktiſchen Eiſenbahndienſtes. Die Fülle von Intelligenz in dieſenKreiſen kann leider dem übermächtigen Aſſeſſorismus gegenüber nichtaufkommen. Auch haben die Beamten aus dieſen Kreiſen alle Händevoll zu tun, um durch ihre Geſchicklichkeit und ihr Entgegenkommendie Fehler gut zu machen, welche vom grünen Tiſch gegen dasPublikum durch unausführbare Beſtimmungen und zweckwidrige Ein-richtungen begangen werden. Ich habe auch noch nie von einem impraktiſchen Eiſenbahndienſt ſtehenden Beamten und Leſer meinesBuches etwas Anderes als Zuſtimmung zu leſen und zu hörenbekommen.