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Das preussische Eisenbahnnetz : mit besonderer Beziehung auf die östlichen Provinzen / vom Amtsrath Livonius und Oeconomiecommissarius Mertens
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in seinen Schifffahrts- und Handels-Verhältnissen weit mehr verlie-ren, als es durch die östliche Eisenbahn gewinnen würde.

Schließlich mag uns bei diesem Punkt erlaubt sein, den HerrnGegner zu fragen, warum bisher die in seinem System durchausnothwendige Linie Cüstrin-Franksurt so ganz mit Stillschweigen Über-gängen wird; soll diese vielleicht an eine Gesellschaft ausgegeben werden?II. In Betreff der Strecke Landsberg , Brombcrg, Dirschau .Statt dieser Linie schlagen wir die Linie Landsberg , Friedeberg,Woldenberg , Deutsch-Crone, Jastrow, Conitz, Stargardt, Dirschau vor, welche, wie wir in den Bemerkungen über die zweckmäßigsteRichtung der östlichen Eisenbahn nachgewiesen, um 8 Meilen kürzerist, als Erstere.

Unser Gegner hat für die Richtung an der Netze entlangüber Bromberg folgende Gründe angegeben:a. weil Eisenbahnen Supplemente der Wasserstraßen sind, umin den Fällen, wenn der Wasserweg entweder durch die Dürredes Sommers, oder durch die Kälte des Winters, oder durchSchleusen-Reparaturen unterbrochen wird, das Mittel zu bie-ten, die großen Massen auf dem Wasser festliegender Güterschneller und wohlfeiler fortzuschaffen, als dies auf gewöhnli-chen Straßen geschehen kann.

Aus diesem Grunde, meint der Gegner, würden in 'Ame­ rika , England, Frankreich und Deutschland überall die Eisen-bahnen längs der schiffbaren Ströme und Flüsse gebaut; auchsagt er, daß die Eisenbahnen längs schiffbaren Flüssen undKanälen den Güter-Verkehr auf letzter« noch in keinem Landeverringert, sondern gegentheils bedeutend vermehrt haben, ob-gleich sie den leichtern und werthvolleru Theil der Güter, dieeinen höhern Frachtsatz tragen können, an sich gezogen;s>. daß der neben den Wasserstraßen bestehende größere Personen Ver-kehr die Anlegung der Eisenbahnen neben solchen Straßen erfordert;o. daß die Gegend an der Netze entlang eine reichere und be-wohntere ist, als die über Conitz, und das National-Vermö-gen dadurch, daß größere Werthe von der Einwirkung derEisenbahn betroffen werden, mehr gewinnt, als in den Rich-tungen durch weniger gute Landstriche.

Weitere Gründe hat der Gegner für seine Linie nicht ausge-stellt; alles Uebrige, was er angeführt war Paraphrase dieser Punkte.Wir haben darauf erwidert: