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Die Erde in Karten und Bildern : Handatlas in 63 Karten nebst 125 Bogen Text mit 1000 Illustrationen / unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben von der Verlagshandlung ; Karten-Gravure und -Druck von G. Freytag & Berndt
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Asien. Allgemeine Uebersicht. — Bodengestalt,

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Zwischen beiden letzteren erstreckt sich das Changai-gebirge. Der Altai (Bjelucha 3352 Meter) sendet zahlreicheKetten nach allen Seiten.

5. Der Hindukuh, das Verbindungsglied zwischenMittel- und Westasien, mit dem Massiv des Kuhibaba(5200 Meter) östlich von Kabul.

6 Der Elburs, als Nordrand des iranischen Hoch-landes bereits erwähnt, bildet eine natürliche Fortsetzungdes Hindukuhsystems über die Berge Chorassans westwärtshinaus. Höchster Gipfel ist der Demawend (5628 Meter).

7. Das armenische Gebirgssystem, zwischen denQuellen des Euphrat und Tigris, des Aras und Kur, mitdem Stock des Ararat (5171 Meter) und den Nebengliedernim südlichen Transkaukasien.

8. Die Zagrosketten, in parallelen Gliedern zwi-schen dem mesopotamischen Tieflande und dem Hochlandevon Iran.

9. Das Taurussystem, im Hochlande von Lykien(Gipfel bis 3000 Meter) an der Grenzscheide zwischenAegäischem Meer und Mittelmeer beginnend, erstreckt sichin weitem Bogen durch das ganze mittlere Vorderasien undgipfelt im Metdesis (3477 Meter) nordwärts von Tarsus.

10. Der Libanon, mit seinen nördlichen Anschluss-

sich zwischen dem Schwarzen Meere und dem Kaspiseeeiner Längenausdehnung, welche die der Alpen um etwasübertrifft. Der südliche Abhang ist steiler als der nörd-liche. Von dem letzteren gehen eine Menge Längs- undQuerketten ab. Höchster Gipfel ist der Elbrus (5632Meter), dann der Kasbek (5043 Meter). Die Gletschersind von verhältnissmässig geringer Ausdehnung.

Zu den isolirten Gebirgssystemen gehören:

1. Der Ural, welcher die angenommene Grenze zwischen Europa undAsien bildet und durch fast 22 Breitengrade von Norden nach Süden zieht.Seine grösste Erhebung beträgt 1700 Meter. Er zerfällt in den dreiarmigenwaldreichen südlichen, in den einförmigen erzreichen mittleren und in denwiederum getheilten nördlichen wüsten Ural bis zur Jugor’schen Strasse.

2. Das Massiv des Sinaigebirges, an der Schwelle zwischen Asien undAfrika, ein wildes, einsames Massengebirge aus Granit, mit Hochgipfeln biszu 2800 Metern: Dschebel Musa (Mosesberg), Horeb und Serbal. DieThäler sind meist wüst, doch giebt es auch einige, welche stellenweisefruchtbar und anmuthig sind. Im Norden des Sinaistockes breitet sich, biszum Mittelmeer reichend, die Wüste Tih aus.

3. Das Gebirge Kamtschatkas. Es erfüllt die gleichnamige Halbinselund ist durch eine Reihe von mehr als 20 stattlichen, bis weit in dieSchneeregion aufragenden Yulcanen ausgezeichnet. Letztere liegen der Ost-küste nahe; die westliche Seite der Halbinsel ist flacher. Als höchster Gipfelgilt die Kljutschewskaja Sopka (4804 Meter).

4. Die Gebirge der Inseln. Auf den japanischen Inseln nimmt dasGebirgsland reichlich die Hälfte des gesammten Flächeninhaltes ein. Manunterscheidet eine ganze Reihe von Ketten. Höchster Gipfel ist der YulcanFusijama (3729 Meter) auf der Insel Hondo (Nippon). — Die Inseln des ost-indischen Archipels sind durchwegs gebirgig und ausgezeichnet durchihre vulcanische Natur. Die Insel Java zählt über 46 grosse Yulcane, vonwelchen mehr als die Hälfte thätig ist. Auf der kleinen Tnsel Lombok erhebtsich der Yulcan Rindjani bis zu 4200 Metern. — Auch Borneo ist auf

Das Solimangebirge (von der Indusebene aus gesehen).

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seiner Nordseite von mächtigen Gebirgen erfüllt, doch sind dieselben noch völligunbekannt.

Flüsse, Seen u. s. w. siehe die betreffenden Abschnitte,welche die asiatischen Landgebiete im Detail behandeln.

Klima. Die ungeheure Ausdehnung des asiatischen Con-tinents, seine Massenhaftigkeit und Verbindung mit dercharakteristischen Oberflächengestalt (einer Reihe vonHochländern, welche ganz Asien von Südwesten nachNordosten durchsetzt) bedingen eine grosse Verschieden-heit in den klimatischen Verhältnissen. Der Hauptsachenach findet die bodenplastische Gliederung in ihren grossenZügen eine Wiederholung in den klimatischen Zonen. Manunterscheidet:

1. Die nordasiatische Zone, welche als Tundren-und Waldgürtel quer durch den Continent von West nachOst zieht und südwärts bis über den 50 0 hinausgreift.

2. Die mittelasiatische Zone, ein Steppen- undWüstengürtel, welcher Mittelasien und fast ganz Vorder-asien umfasst.

3. Die südasiatische Zone — oder der „Monsun-gürtel”, der den Süden undOsten des Continents einnimmt.

Diese Zonen zerfallen noch in eine Reihe von „Provinzen” mit typi-schen klimatischen Yerhältnissen. In Nordasien unterscheidet man: West-sibirien mit einer mittleren Temperatur von annähernd 0°; im südwestlichenTheile beträgt die mittlere Temperatur etwas mehr, gegen den Polarkreissinkt sie aber bedeutend unter den Gefrierpunkt. — Ostsibirien ist dasGebiet des asiatischen Kältepoles. Hier giebt es Orte mit einer Jahres-temperatur von unter 16 0 unter NulL Der kälteste Punkt ist (soweit Ansiede-lungen in Betracht kommen) Werchojansk, dessen mittlere Jahrestemperatur167°, Januartemperatur 49 0 unter dem Gefrierpunkte, die Julitemperatur aber nur15-4° ober Null beträgt. Die Differenz beträgt demnach 64*4°. — Die dritte nord-asiatische Provinz ist der Küstensaum Ostsibiriens. Ihr mariner geographischerCharakter kommt durchaus nicht zur Geltung. Im Gegentheile: es herrschen eisige

Daidschiling auf den Yorhöhen des Himälaya.

ketten mit dem Taurus zusammenhängend, durchstreicht dasmittlere Syrien und erreicht imDhor el Chodib die grössteHöhe von 3063 Metern. Der zu ihm parallel streichende Anti-libanon endet im Süden mit dem 2860 Meter hohen Hermon(Dschebel esch Scheich).

Aus dem centralen Kaukasus.

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11. Der Kaukasus. Er hängt durch ein schmales Berg-land mit dem armenischen Hochlande zusammen und erstreckt

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