C. Südamerika.
5 . Die Republik Argentina.
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führt eine schöneBrücke, und amUfer des Flüss-chens zieht einehoch aufgemauer-te Promenade(W asserbrech er).Die vorzüglich-sten Gebäudesind: die Uni ver-sität, der Regie-rungspalast, dieMünze, die Kathe-drale, verschiede-ne andere öffent-liche Gebäude,darunter eine an-sehnliche Zahl vonUnterrichtsanstal-ten und wissen-schaftlichen Insti-tuten. Die Umge-bung ist ein wah-res Gartenland,mit Hainen vonOrangen, Granat-und allerlei Obst-bäumen. Leiderwird die Stadthäufig von Erdbe-ben heimgesucht.
Valparaiso.
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Andere bemerkens-
werthe Oertlichkeiten sind: Valparaiso (100.000 Einwohner), der erste Handelsplatzdes Landes, mit gutem Hafen, Station der amerikanisch-pacifischen Dampferlinien.Forts und Strandbatterien schützen die Stadt und Hafenanlagen. Valparaiso ist ganzeuropäisch gebaut und hat eine grosse Anzahl stattlicher Gebäude. Mit Santiago istdie Stadt durch eine Eisenbahn verbunden. — Concepcion (19.000 Einwohner),eine von Erdbeben und Araukanern in früherer Zeit vielfach heimgesuchte Stadt,zweiter Seehafen des Landes, jetzt wieder im Aufschwünge begriffen. — Talca (19.000Einwohner), Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. — La Serena (14.000 Ein-wohner), in der Provinz Coquimbo, eine der hübschesten Städte Chiles, mit ansehn-licher Kathedrale. — San Carlos (4500 Einwohner), auf der Insel Chiloe, mitprächtigem Hafen. —Im nördlichen Minendistricte ist Copiapo (10.000 Einwohner),der wichtigste Ort. — In Lota befinden sich grosse Kupferschmelzwerke.
Die sogenannte Magalhaes colo nie umfasst das westliche Patagonien bis zurMagalhaesstrasse. 1853 wurde bei Punta Arenas (in der Mitte der genanntenStrasse) eine Colonie gegründet, welche ungefähr 1000 Bewohner zählt. PortFamineist eine schon 1843 auf der Ostküste der Halbinsel Braunschweig gegründete Militär-und Strafcolonie.
Etwa 500 Kilometer von der Küste Chiles entfernt liegt im Grossen Ocean derkleine, aber durch seine Lebewesen merkwürdige Archipel Juan Fernandez. Farne,Farnbäume und Palmen bilden eine üppige Vegetation, von Schaaren von Kolibrisbelebt, die, „gleich den Bäumen, auf welchen sie nisten”, nirgend sonstwo auf derErde Vorkommen.
5. Die Republik Argentina.
Lage und Grösse. Nächst dem Kaiserreiche Brasilien istdie Argentinische Republik in räumlicher Beziehung dergrösste Staat Südamerikas. In dem langen Hader zwischenArgentina und Chile wegen der gemeinsam auf Patagonien
Die Kupferschmelzwerke in Lota.
gemachten Besitzansprüche hatte Chile dieses grosse Gebiet sichformell angeeignet, und zwar die Hauptmasse des Landes östlichvom Hochzuge der Anden, von der früheren Südgrenze Argen-tiniens, dem Rio-Negro im Norden bis zur Magalhaesstrasseim Süden, einschliesslich des Archipels von Feuerland. ImJahre 1886 haben aber beide Staaten eine Vereinbarung ge-troffen, der zufolge der ganze Westabhang der Cordilleren biszur Südspitze des Festlandes zu Chile gehört, während der Ost-abhang des Gebirges und die ungeheuren Pampas PatagoniensEigenthum Argentiniens sind. Die Hauptinsel Feuerland istzwischen beiden Staaten getheilt worden, die übrigen Inselndes Feuerlandes gehören zu Chile. Die Nordgrenze Argentiniensist mit Sicherheit nicht zu ziehen. Die Republik grenzt dort anBolivia, im Nordosten an Paraguay, im Osten an dieses, dannan das Kaiserreich Brasilien und an Uruguay, im Westen anBolivia und Chile. Den weitaus grössten Theil der östlichenBegrenzungslinie bildet das Meer — der Atlantische Ocean —■vom Rio de la Plata bis zum Cap Hoorn.
Die argentinische Republik umfasst einen Flächenraum(einschliesslich Patagoniens) von 2,835.969 Quadratkilometer.
Bodengestalt siehe S. 299.
Flüsse. Der bedeutendste Strom des Landes ist der Parana,dessen Quellen in Brasilien, im Hinterlande von Rio de Janeiroliegen. Er bildet von seinem Eintritte in argentinisches Gebietan die Grenze zwischen diesem und der Republik Paraguay,bis zu dem Punkte, wo der Hauptstrom den ebenbürtigen,gleichfalls aus Brasilien kommenden Paraguay aufnimmt. Der
Paraguay seinerseits empfängt von rechts den wasser-reichen Pilcomayo, dessen Quellen um Potosi in Bolivienliegen. Er bildet auf argentinischem Gebiete die Grenzezwischen diesem und der Republik Paraguay.
So entwässert also der mächtige Parana den süd-amerikanischen Continent in seiner ganzen Breite, von denöstlichen Cordilleren Boliviens bis in die Nähe von Rio deJaneiro. Auf argentinischem Gebiete ist der Rio Saladosein bedeutendster Nebenfluss (von rechts). Der Paranamündet mit einem grossen, fortwährenden Umgestaltungenausgesetzten Delta (vgl. S. 292) in den Atlantischen Ocean.Das mächtige Aestuarium, welches vom Deltarande bisins offene Meere reicht, führt den besonderen NamenRio de la Plata (vgl. S. 292). In eine Seitenbucht desLa Plata ergiesst sich der wasserreiche Uruguay.
Von den Osthängen der Anden strömen zahlreiche,recht ansehnliche Flüsse nach dem grossen argentinischenTieflande herab, wo sie sich in mehr oder weniger aus-gedehnten, an ihren Rändern versumpften Seen odervollends in Moorgründen verlaufen. — Eine Reihe an-sehnlicher Flüsse, deren Quellen am Ostrande der Andenliegen, durchströmt das mittlere und südliche Argentinien
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