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Spalt, und die Ebene wurde auf 22 km. Breite zu einer3 mt. hohen Teras.se über ihre Umgebung gehoben.
Besonders die Küste von Chili ist in historischenZeiten wiederholt, so auch 1835 während Erdbebenplötzlichen Hebungen unterworfen gewesen, welche da-mals den Küstensaum von Copiapo bis Chiloe 1,25 bis1,50 mt. emporpressten, wovon später nach dem Setzeneine 0,6 mt. hohe Terasse zurückblieb. Dreizehn Jahrefrüher, nachdem die Erdbeben fast ein Jahr lang an-gedauert hatten, erlitt die dortige Küste eine durch-schnittliche Hebung von 1,25 mt., die stellenweise aber3,5 mt. erreichte und selbst noch 15 km. landeinwärtsden Boden um 2 mt. hob.
Darwin beobachtete an der gleichen Küste bei Co-quimbo wenigstens fünf alte Strandlinien, welche biszoo mt., durchschnittlich aber 120—150 mt. über denjetzigen Meerespiegel zeigten und augenscheinlich allekurz vor oder während der Diluvialzeit gehoben waren,eine Bewegung, welche der ganze südliche Theil desKontinents in seiner Breitenausdehnung vom grossen biszum atlantischen Ocean unterworfen gewesen war, wiedie Conchilien des jetzigen Oceans auf den Ebenen derPampas und bei Buenos-Ayres beweisen.
Es scheint überhaupt das Eintreten von ruckweisenVeränderungen nicht selten zu sein, wie obige, dann dievielen Strandlinien an den Küsten Britanniens, Skandi naviens , Nordost-Grönlands, im hochnordischen Spitz-bergen, Franz-Josefs-Land und an den Küsten Neusee lands beweisen.
Ein langsames Steigen des Landes kann keine solchenTerassen hervorbringen, da eine längere Wirkung derBrandung nothwendig ist, um einen kennbaren Ufersaumauszuwaschen, dessen Anzeichen bei langsamer Hebungaber stets von den sich zurückziehenden Gewässern ver-