wischt würden. Namentlich dort, wo ein sandiger, niedererStrand das Meer begrenzt, werden nach einer Hebungdie Spuren des alten Strandes in kurzer Zeit gänzlichverschwunden sein, und Senkungen, wobei alte Ufer-linien unter Wasser gelangen, sind natürlich noch schwerernachzuweisen.
Diese ruckweisen Hebungen stehen gewiss in un-mittelbarem Zusammenhänge mit dem langsamen Auf-steigen der säkularen Hebungen ganzer Landstriche underfolgen, wenn Stauungen oder Verspreizungen währendder Bewegung der Krustenschollen eintreten , bis dieKraft endlich diesen Widerstand überwindet und eineplötzliche Bewegung herbeiführt.
Aehnlichen Hebungen muss Sicilien kurz vor oderwährend der Eiszeit noch unterworfen gewesen sein,wie Lyell erwähnt, der dort Spuren einer 700 mt. be-tragenden Hebung, selbst weit im Innern der Insel fand,wie auch bei Palermo Conchilien des jetzigen Meeres,60 mt. über demselben zu finden sind, und auf Sardinien bei Cagliari ein Steigen von IOO mt. zu erkennen ist.Die gleiche Beobachtung machte Darwin in der Süd-see, wo Inseln, durch die jetzige Lage ihrer Korallen-bauten über dem Meere, beweisen, dass sie gehobenwurden, während andere, Inseln — die Ringriffe — einlangsames Sinken der Kruste anzeigen.
Auf den kleinen Antillen, besonders der Insel Gua deloupe , sowie der nahen Küste des Festlandes vonAmerika ist gleichfalls ein Steigen des Landes fest-gestellt worden.
Schweden und Theile am bottnischen Meerbusensind noch in allmählichem Aufsteigen begriffen. BeiHammerfest kann man zwei alte, gehobene Küstenlinienauf 50 km. Länge verfolgen, die aber weder unter sichnoch mit dem jetzigen Meeresspiegel parallel verlaufen,