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wie der Verfasser mit Huxly meint, über Arabien eineFestlandverbindung mit Nordafrika bestanden haben.«»Wenn nun also auch die geologisch-paläontologischenFolgerungen der Annahme eines alten indo-oceanischenKontinents entgegen kommen, so kann man aber auchanderseits die Meinung Blanfords, dass ein solcher Kontinentder Afrika mit Indien und Australien verband, ohnewesentliche Veränderungen seit dem Ende der paläo-zoischen bis zur jüngern Tertiärzeit bestanden habe, nichtmehr gerechtfertigt erscheinen.« —
Wie hier aus den Erscheinungen eines andern geo-logischen Gebietes auf einen früheren Südkontinent ge-schlossen wird, so gelangte im ersten Kapitel die .Unter-suchung der Kräfte, welche einst Europa nördlich drehtenzu denselben Resultate.
Auch die Anthropologen vermuthen in einem unter-gegangenen Südkontinent die Urheimath des Menschen.
Professor O. Lenz fand in Westafrika am OgoweBlocklehm und erratische Blöcke. Als zur EocänzeitEuropa unter dem Aequator lag, musste jener Theilder Erdkruste unter dem 50.—6o.° südl. Breite sich be-funden haben und kann dann dieses Vorkommen ganzgut der Eis Wirkung zugeschrieben werden. —
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Wie gegenwärtig der Südamerikanische Kontinent die Drehungskraft der alten Welt verstärkt, so musstedamals Nordamerika das Drehungsbestreben des zu ihmantipodischen ehemaligen Südkontinents unterstützen.Nordamerika scheint zu jener Zeit viel grösser gewesenzu sein, da es in der Eocänzeit grosse Süsswasser-Seenbesass, einerseits mit Europa zusammenhing, anderseitssich weit in den grossen Ocean hinein erstreckt habendürfte, an dessen nordamerikanischen Küste noch jetztdie Sequonien, die 4000 jährigen Riesenbäume der Welling-