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tonia gigantea gedeihen, welche in der Tertiärzeit auchin Europa heimisch waren.
Nach Professor Zittel (Bilder aus der Urzeit S. 486)wanderte die europäische eocäne Fauna nach der west-lichen Halbkugel aus, wo sie in den Ländern der jetzigenRoky mountains ihre letzte Zufluchtsstätte fand. DerGrund dazu lag wahrscheinlich in dem KälterwerdenEuropa’s . Dass, bis in die spätere Tertiärzeit Nord amerika mit Europa verbunden war, beweist diese Wander-ung der Landfauna, wie nicht minder die Flussablagerungenim Londoner - und Pariser-Becken und bei Mastricht,welche von den Strömen dieses einstigen NordatlantischenKontinents herrühren.
Die ganze lange Reihe der Sedimentschichten bietenin ihren Fossilien den offenbaren Beweis, dass die meistenGegenden bald Land, bald See — dann wieder Meeres-boden waren. Dieser Wechsel konnte aber nur durchBewegungen der Erdkruste — Hebung oder Senkung —herbeigeführt werden und diese störten wieder das Gleich-gewicht der Krustenmasse, was Veranlassung zu Dreh-ungen gab.
Die Richtung und Grösse dieser Verschiebungen,selbst jene der ältesten paläozoischen Zeiten, wird sichmit Hilfe der fossilen Organismen ziemlich genau fest-stellen lassen.