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Sylvicultura oeconomica oder hausswirthliche Nachricht und naturmässige Anweisung zur wilden Baum-Zucht : nebst gründlicher Darstellung, wie zuförderst durch göttliches Benedeyen dem allenthalben und insgemein einreissenden grossen Holtz-Mangel, vermittelst Sae-, Pflanz- und Versetzung vielerhand Bäume zu rathen, auch also durch Anflug und Wiederwachs des so wohl guten und schleunig anwachsend, als andern gewüchsig und nützlichen Holtzes, gantz öde und abgetriebene Holtz-Ländereyen, Plätze und wiederum holtzreich, nütz und brauchbar zu machen ... / Hannss Carl von Carlowitz : alles zu nothdürftiger Versorgung des Hauss-, Bau-, Brau-, Berg- und Schmeltz-Wesens, und wie eine immerwährende Holtz-Nutzung Land und Leuten, auch jedem Hauss-Wirthe unschätzbaren grossen Aufnehmen, pfleglich und füglich zu erziehlen und einzuführen : worbey zugleich eine gründliche Nachricht von dem in Churfl. Sächs. Landen gefundenen Turff, desen natürliche Beschaffenheit, grossen Nutzen, Gebrauch und nützlichen Verkohlung befindlich
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der Höllze

'Heu, nennen wir zwar ein b'-lelnonr, aberes ist nur ein ki.!^mLn-.unr marc'l-ialc, wel-ches mit Flamme, Hitze und Rauch, gleichmit einem Kleid, oder Mantel umgeben:das Wesen des ^m^nrarisehen Feuers aberstecket verborgen innwendig drinnen, welchesWärme durch das Licht und G!antz,unddurch die cingcuaturtc und angebohrne Hitzesich zeiget, und.dahcro so wohl in allen ir-dischen, als himmlischen Cörpern zu findenist Daß aber das Holtz, und anderehellbrcnnende Feuer, kein d'.XmLnr sey, istdaraus zu Wessen, und abzusehen, weil daßcl-N: alle Eörper verbrennet, und clelkuiret,da hingegen das (-IcinLnraiische Feuer, alleGeschöpfte c"rnehret,und selbigen Wachsthumgicbet, auch von Göttlicher Allmacht, zu des-sen Erhaltung, und nicht zum Untergang,oder dererselben Verderben erschaffen.

§. 4. ES ist überdies) nicht einsvon denen wenigsten, daß die Natur unddas Erdreich sich dergestalt verbunden, daßkein Geschlecht der v^ocadilien, und son-derlich ctzlicher Baume und Stauden unter-gehen, sich gar vermehren, oder auf eiuigcrleyWeise ausgerottet werden kan. Denn wannman sie verbrennet, so kommen sie aus derAsche wieder Herfür, ravivitHren auch wie-der aus ihrer eigenen xmi-Lt'aUioni undwenn sie vom Viehe, an Laub, Sprossen,und Aestlein gefressen werden, so wachsen siewieder aus dem Mist. Es wird aber hierNur von Laub - Holtz geredet, dann wasdas Hartz-oder Taugel-Holtz anbelanget,so entstehet solches bloß vonstiliemScumm.

§. 5. Hicrncchst so ist des MenschenVerstand zu hoch und unbegrcifflich, wiedie Natur in dergleichen Dingen agiret, un-serer (Xn-iolirat allster die Grantzcn setzet,ja alles Nachdencken, und Einbildungendergestalt verwirret, daß wir leicht begreiffenkönnen , wie unser kleines Licht dahin nichtreichet, sondern GOtt uns zeigen will, daßes für uns gnug sey, solche unbegreifflicheDinge anzuschauen, und seine Allmacht da-bey zu aämüiren. Diesen ist billig anzu-fügen, wie und warum die samtllcheu Geschlechter derer Baume in der Gündfluth,da das Wasser 152. Tage über der Erdengestanden, nicht alle ovkr meist verschwcmmet,ersäuftet, ersticket, und ruimrct worden,oder ob die durchs Wasser verderbte vondenen Menschen, oder von GDrt sechsten,. Larlorvitzens W.B.Z. Erster Theil.

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wieder angesäet, oder angepflantzet stylt?Wir wollen also nur etwas weniges in ma-rei ialidus nachdencken, darbey m'cht undieu-lich seyn wird, einen Theil oder Stück nachdem andern vorzunehmen, und was an dem-selben merckwürdig ist, kürtzlich zu betrach-ten.

§. 6. Alles Baum-und Holtz-Ge-

wächs, kan unter dem Wort Illama einPstartzen-oder Erd-Gewächse begriffenwerden, welches also beschrieben wird: Biancaelk animamm, vLALwns. Sd

wir in Teutschen nachfolgender Gestalt aus-drucken können ; daßuemlich einPsiantzen-oder Erdgewächse ein belebter Eörpersey, welcher aus der Erden auffwachstt,von selbiger seine Nahrung an sich zeucht,sich vergrössert und vermehret. Solchemnach ist ein Baum und Staude gleich denenKräutern ebenfalls ein ve§^radl!L, welchesvon Vaamen oder Pflantzen in der Er-den aufwachset, vermittelst derWurtzelund der Zaserlein den Safft aus dersel-ben an sich zeucht, und ferner einen Stamgiebet, und in die Höhe treibet, daß sol-cher von Zeiten zu Zeiten höher und di-cker wird, auch theils Früchte und Saa«men traget. Die Rinde, Schalen undLaub, dienen ihm an statt der Kleidung, 0 -dcr Haut, so sie vor Kälte, Hitze und Naßebewahren ; Dahero ist alles Holtz ein cor-PU8 veo ^radiX zu neuucn, hat von dcrWur-tzel seine Nahrung, traget seine Blatter undFrucht, vergrößert, und vermehret sich.

§. 7. Die Theile des Baumes undStauden sind die Wurßel, der Stamm,die Aeste, die Blätter, die Knospen, dieSprossen, Blüthen und Saamen, dieFrüchte, die Kernen, die äusserliche undinnerliche Rinde, das Marck,der Sasse,das Hartz, Vchaale, oder Hülsen derFrüchte, wie auch pmw8 LxcrLMLmmX,osder Auswürffe, als Schwämme, Hartz,Mooß und dergleichen. Unter dem NWmen des Baums, wird auch mit gemeyuetbXMLx, eine Staude, welche so hoch als einBaum nicht wächset, und dergestalt denKrautern ähnlich ist ; und lcktkiurex odereine halb - Staude , die noch niedriger alseine andere Staude ist, einen höltzernenStengel und Aeste aus der Wnrtzel treibet,auch nicht wie die Krauter alle Jahr verdre-het, sondern gleich andern Bäumen undC Stauden