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Sylvicultura oeconomica oder hausswirthliche Nachricht und naturmässige Anweisung zur wilden Baum-Zucht : nebst gründlicher Darstellung, wie zuförderst durch göttliches Benedeyen dem allenthalben und insgemein einreissenden grossen Holtz-Mangel, vermittelst Sae-, Pflanz- und Versetzung vielerhand Bäume zu rathen, auch also durch Anflug und Wiederwachs des so wohl guten und schleunig anwachsend, als andern gewüchsig und nützlichen Holtzes, gantz öde und abgetriebene Holtz-Ländereyen, Plätze und wiederum holtzreich, nütz und brauchbar zu machen ... / Hannss Carl von Carlowitz : alles zu nothdürftiger Versorgung des Hauss-, Bau-, Brau-, Berg- und Schmeltz-Wesens, und wie eine immerwährende Holtz-Nutzung Land und Leuten, auch jedem Hauss-Wirthe unschätzbaren grossen Aufnehmen, pfleglich und füglich zu erziehlen und einzuführen : worbey zugleich eine gründliche Nachricht von dem in Churfl. Sächs. Landen gefundenen Turff, desen natürliche Beschaffenheit, grossen Nutzen, Gebrauch und nützlichen Verkohlung befindlich
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SZ4

Lsp. Von den §reutz-Beeren und Him-Beeren.

nicht gar reiffen Brombeeren presset man denLasst, und kocht ihn, biß er dicklich wie Ho-nig wird; wo man ihn mit Gurgel-Wasservermischt, und sich warm da.rit gurgelt, soheilet er den vom schalsten Schleime verwun-

deten Hals, und säubert die von vielem Schlei-me aufgeschwollene Drüsen. S- 6IorL2Hauß - Land - und Feld - Bibliothcck U. Theil,x. 85-

Von -m Kreutz-Beeren und Him-Beeren.

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pirm inteÄoria, die Eveutz-Beere,Wegevornen, Färbe - Beere, Färrbe-Körner, Echlabeere, gleichenmehr einem Strauche als einemBaum- Es sollen deren zweyerleySorten seyn, als Nllännlein und Weib-

lein, die eine sott unfruchtbare und tau-be, die andere aber fruchtbare Blüthenhervorbringen. S. kuppü i^ior. senens.x>. 74. Der Stamm und die Aeste sind miteiner glatten, gläntzenden braunen Rindeversehen, unter der braunen Rinde siehet dasHoltz gantz Safrangelbe, hernach ist esweiß, die Blätter sind recht oval und glatt,und sondern sich in diesem Stück von allenden andern ab, daß ihre Adern nicht nachder Seiten zu, sondern nach der obern Spi-tze zu gehen, sie sind dabey gantz ludnl aus-gesagt- Sie verdienen den Nahmen derCreutz-Beere um deswillen, weil ihre Aestewie die Creutzen gegen einander gesetzt, sindallenthalben mit scharffen spitzichten Dornenumgeben. Die Beeren reiffen zu Ausgangdes ^ubutt-Monaths gegen dendül' zu, sie hängen an Stielen Traubelweisebeysammen, sind von herben, garstigen Ge-schmack, es sind ihrer z. 4. biß 5. zusammen,die an einander hängen, inwendig fassen sievier braune Kerne in sich, die länglicht unddreyeckigt sind.

§. 2. In Oesterreich soll man zweykleinere Geschlechter davon finden. S. La-roli OvUii stirp. ?rmnonic. lüüvr. lid. I.

29. 6r. rarior. ?lantar. llTÜtlor. L id. I.Lax. 79. So soll auch an moosigten Oer-tern über Hünningen die Natur mit diesenBaumlein gleichsam spielen. Manche sol-len längliche, schmahle Blatter haben, diedem Weiden - Blättern fast gleich, weiß, obenAschenfarbicht, und unten mit einer sehr zar-ten Wolle gleichsam besprenget sind, dieje-nigen, welche breitere und längere Blatterhaben, sollen nur eine oder zwey Beeren andem Stock tragen, die andern aber, so mitschmahlen und kürtzern Blättern begabt, sollenviel zusammen gedrungene Beere überkom-men, die noch zur Winterszeit an den Stau-den hängen bleiben. Unter andern sollen sieauch auf dem Bündtner und VeltelinischemGebürge wachse,: bey der Stadt Chur ,Meyenfcld, Feldkirchen, und an andernSchweitzerischen Oertcrn in den Bergen undThalern. S. Zwingers Kräuter-Buch

p 2ZV.

§. Z. Wann die Beere getrocknet,und in Wasser und Mann eingeweicht wer-den, bringen sie eine gelbe Farbe zu Wege, dersich die Buchbinder sonsten bedienet; nach-dem