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Sylvicultura oeconomica oder hausswirthliche Nachricht und naturmässige Anweisung zur wilden Baum-Zucht : nebst gründlicher Darstellung, wie zuförderst durch göttliches Benedeyen dem allenthalben und insgemein einreissenden grossen Holtz-Mangel, vermittelst Sae-, Pflanz- und Versetzung vielerhand Bäume zu rathen, auch also durch Anflug und Wiederwachs des so wohl guten und schleunig anwachsend, als andern gewüchsig und nützlichen Holtzes, gantz öde und abgetriebene Holtz-Ländereyen, Plätze und wiederum holtzreich, nütz und brauchbar zu machen ... / Hannss Carl von Carlowitz : alles zu nothdürftiger Versorgung des Hauss-, Bau-, Brau-, Berg- und Schmeltz-Wesens, und wie eine immerwährende Holtz-Nutzung Land und Leuten, auch jedem Hauss-Wirthe unschätzbaren grossen Aufnehmen, pfleglich und füglich zu erziehlen und einzuführen : worbey zugleich eine gründliche Nachricht von dem in Churfl. Sächs. Landen gefundenen Turff, desen natürliche Beschaffenheit, grossen Nutzen, Gebrauch und nützlichen Verkohlung befindlich
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der Höher. ^np. m

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und veralten, als die Weiden, Pappeln, iKirschen, Acpffel und pßaum - Bäume. !Jedoch ist es nicht eine allzu gemeine undunfchlbahre Regel. Denn die Linden, Illmcnrc. wachsen geschwinde, aber sie werdendoch alt, und dauern lange, ehe sie sich ver-wandeln , aber die Eiche rc. wachset lang-sam, und dauret lange.

§. 42. Eigentlich das Alter, undwie lange Seit, eine jedere Art des Holtzeswachse und zunehme, wie lange es hernachin seinem Lila also Ickdlilsire, und wenn eswieder abnehme, ist wohl unmöglich genauzu peuLmren, ohne was der äußerliche Au-genschein würcklich geben kau. Gewiß istes aber, wenn eines von diesen aufhöret,muß das andere anfangen. Wer weiß aberauch diesen periockum ? Das Alter theilsder Bgume, sonderlich die in grossen Wild-nissen sind, muß sich wohl auf weit mehrals auf ctzliche roo. Jahr erstrecken, und esmögen viel wohl etzliche Lecula gestandenseyn, so daher zu muthmassen, weil bey dengrossen Wildnissen kein Volck in der Nahegewöhnet, das solche hätte abhauen oderverbrauchen können. Ja es liegen vielGehöltze zwischen grossen und tiefen Morasten,auch auf hohen fast unersteiglichen Felsenund Höhen, daß man mit keinem Wagenoder Schlitten dahin kommen, und dasHoltz wegführen kan, dahero lelcht zu Mes-sen, daß solche Höltzer lange Seit gestanden,UNd von vielen Jahren her aufgewachsenseyn müssen, wie dann viel Stämme nurvorr Fichten und Launen in hiesigen Wäl-dern gefunden werden, so gewiß viel^eculaauf sich gehabt, indeme sie an die 18. 2O.biß 24. Clafftern Holtz gegeben, geschweigevorjetzo derer grossen Eichen und Linden,woraus noch mehr an Claffter-Holtz geschla-gen werde,; können, und wenn der Stammmalt ist, so ist das Holtz feste, springet in Ab-hauen wie Glaß, undßst fast nicht zu gewin-nen, sonderlich an Tannen, und müssen dieHoltzhauer ein Gerüste an Stamm hinaufvon 4. bis 6. Ellen in die Höhe machen,darauf im Abhauen zu stehen, weil das Holtzunten am Gramm am allerbestesten, und jehöher am Stamm, je weicher, und alsoeher abzuhauen ist. Bey diesen bleibet derfeste, oder harte Stock von 4. 6. und mehrEllen hoch stehen, und verfaulet nach undnach- Es ist aber hieraus nicht zu Messen,daß in dergleichen Wäldern alle StammeLtrrlowitzcns W.B.Z. Erster Theil.

alt, ausgewachsen und überstandig seynmüssen, ob gleich die Axt nicht dahin gekom-men, sondern man findet daselbst alte, mittel-mäßige und junge durcheinander, welche vonfahren zu Jahren zwischen denen grossen undalten Bäumen eintzeln mit aufgewachsen.Nachdem aber das Holtz vorietzo hier sehrrar wird, so lässet man dergleichen Stöcke nichtmehr stehen, sondern suchet die Baume ab-zusägen.

§. 4Z- Die viele oder wenige Jahr-wachse, oder der Elrckel im Stamm einerTannen, Fichte und Kiefer sollen zwar dasAlter eines Stammes angeben, und jederCirckel eines Jahres Wuchs anzeigen; Meinees machet mancher Circkel, oder Iahrwachszum öfftern zwey biß drey und mehrere Jahraus, nachdem er sich ausgedehnet, und vielweises in sich hat, gedachter Circkel aber ge-gen das andere Holtz etwas röthlicht ausste-het, und härter oder fester ist. Man willSodiörviret haben, daß man Stämme gefun-den , so wohl ioo. i;o. und mehr Circkel undJahr - wachs inwendig gehabt, und zumahlunten im Stamme, daran das grosse Alterund jährliche Wachsthum solcher Baumeziemlich zuschließen, ob es gleich nicht so ge-nau biß auff etliche wenige Jahre eintrifft,zumahl da es scheinet, daß zum öfftern auff 2.biß 5. Jahr Wachsthum sich in einem grossenCirckel, als sie sonsten insgemein zu seyn pfle-gen , einschließet. Denn es wollen viel vondem Alter der Bäume, sonderlich der Fich-ten und Tannen r-ckldniuren, und ihm zwey,drey, biß 500. Jahr und mehr zulegen: aberwer kan hievon eigentliche Nachricht geben.Jedoch ists gewiß, wenn die Bäume baldaus ihrem rechten Wachsthum seyn, so setzensie wenig, oder gar keine Circkel mehr, son-dern es dehnen sich nur die Circkel in derWeite, wie mans insgemein hiesiger Landedafür hält, daß nachdem obangeregten still-stehenden, und hernach folgenden abnehmen-den Alter in keinen Baum, die so genanntenJahre, oder mehrere Circkel wachsen. -DH-, ne Iweiffel ist es wahr, daß ein gesunder undz unbeschädigter Baum viel 8ecu1a ausdau-: reu kan.

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c §. 44. Sonst sagt man auch, daß diec Circkel, oder so genannten Jahre im Holße,) oder in einem Baum gegen der Mitter-, nachtö Seite enger und dichter zusammene ober bey einander, seyn, als gegen Mittag,D da