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Sylvicultura oeconomica oder hausswirthliche Nachricht und naturmässige Anweisung zur wilden Baum-Zucht : nebst gründlicher Darstellung, wie zuförderst durch göttliches Benedeyen dem allenthalben und insgemein einreissenden grossen Holtz-Mangel, vermittelst Sae-, Pflanz- und Versetzung vielerhand Bäume zu rathen, auch also durch Anflug und Wiederwachs des so wohl guten und schleunig anwachsend, als andern gewüchsig und nützlichen Holtzes, gantz öde und abgetriebene Holtz-Ländereyen, Plätze und wiederum holtzreich, nütz und brauchbar zu machen ... / Hannss Carl von Carlowitz : alles zu nothdürftiger Versorgung des Hauss-, Bau-, Brau-, Berg- und Schmeltz-Wesens, und wie eine immerwährende Holtz-Nutzung Land und Leuten, auch jedem Hauss-Wirthe unschätzbaren grossen Aufnehmen, pfleglich und füglich zu erziehlen und einzuführen : worbey zugleich eine gründliche Nachricht von dem in Churfl. Sächs. Landen gefundenen Turff, desen natürliche Beschaffenheit, grossen Nutzen, Gebrauch und nützlichen Verkohlung befindlich
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Von der Asche «nd Pot-Asche. O>p. XXM.

also wieder wüchsen i Loch zweifelt er hieranselbst, und zwar, wie ich davor halte, mitmehrerm Grunde, indem dieses gar wenig,und nicht luKcicnr seyn würde»

§. , Man findet ist unterschiedenenkk^sicalischen, Einmischen und denen so-genannten Kunst-Büchern, wie nach einemiveitläufftigcn proLek, und durch mancherleyOperationen, die mit der Asche des Saa-mens, oder überhaupt des Gewächses vorge-nommen werden, durch Hülffe des Feuers^und mit vielen l^lcriren nnd Viltillircn dievöllige Gestalt eines Krautes, mit dessenStengeln, Blattern und Blüthen wieder her-vorzubringen, die sich bey der Wärme allezeitsichtbar darstellen, bey der Kälte aber ver-schwinden würde. Einige wollen diese Er-findung gar biß auf die Vogel und Thiereerstrecken, und aus ihrer Asche nach ihren Far-ben und Eiaeamenren ihre Gestalt sichtbar-lich machen. Es mangelt nicht an ^utori-bus, die dieses bekrä steigen, aber auch nicht andenen, welche diese Erfindung vor sehr unrich-tig und falsch ausgeben. In des Abts vonVallemonr Merckwürdigkcitcn der Naturund Kunst, und in des von Franckenan seinerkalintzenolie findet man hievon ziemlicheNachricht, paracellus halt die Erweckungdes Holtzes aus seiner Asche vor praÄicalwl,jedoch meynet er, daß sie mit grosser Vorsich-tigkeit vorgenommen werden mäste. Derberühmte Ouorno koltinclc in Jena zehletjn seiner Lli/mia in arcis form am retl^ckg,im V!. Buch, und dessen lll. Cap. dieses dennon cnttbus Eli>mici8 bey.

§. i2. Die gemeinen Leute lehretgar offters die Noth, und die Liebe zur Spar-samkeit, wie sie sich der heißen Asche, die siein grosser Menge auf dem Herde sammlen,wirthschafftlich bedienen, und dabey einen gu-ten Theil Holtz erspahren sollen. Sie schar-ten die Töpfe, wenn sie das Fleisch oder dieandern Speisen bey Holtz und Feuer halb ge-kocht, in die heiße Äsche ein, und lassen nach-gehends die Speisen in derselben vollends garkochen.

§. iz. Aus der Asche der Gewächse,wenn sie mit einigen andern Dingen versetztund vermischt wird, werden mancherley vE.stjcamenra verfertiget. Die Asche der Kräu-ter ist Zwar in der üleckicin gewöhnlicher, alsdie von den Bäumen ; inzwischen findetwilde Bann,»Zucht Dritter Theil»

man doch, daß einige von gewissen Sträuchern-hren besondern Nutzen habe. Der berühmteHc. V.Brückmann gedencket in seinem 8peoi-mine sioranico meeiico des Strauchesi<EostrevvmX, p. IZ. d§ß dessen Asche,wenn sie in einer gewissen voi, ,,, einem gu-ten Weine eingenommen würde, vor dieWassersüchtigen ein überaus gutes Mittelwäre; Es ist kein Zweifel, daß nicht auch indiesem Stück mit andern mehrere Ex^erj-menra gemacht werden könten.

§. 14. Die Potasche ist ekn weißrblaues calcinirtes Saltz, vom scharssm undbrennenden Geschmack, welches daher denNahmen hat, weil es anfänglich aus denDauben derjenigen Fässer und Pötten, worin?nen die Weyd-Asche kommt, gemacht wor-den. Weil dieses Saltz aus denen zu Ascheverbrannten Fässern ausgelauget, und nach-mahlen in grossen Kesseln abgesotten wird, soheißen es auch einige Kessel - Asche. Nach-dem aber solche Weyde-Pötten und Fässer insolcher Menge nicht zu haben, daß man sovielAsche, als jährlich gebraucht wird, davon he-ben könte, so hat man nachgehends Eichen-und Bächen -Holtz dazu genommen. Dieseswird an den Orten, wo man Potasche macht,in grosser Menge verbrannt, in grossen wei-ten Küpftrnen Gefäßen biß auf die Trocken-heit gesotten, aus der Asche das Saltz her-aus gelauget, und nachgehends in grossendazu bereiteten Oefen ferner oalcimrt. Diepotaschc verdienet eigentlich nicht den Nah-men der Asche, weil sie aufgehört Asche zuseyn, und ein von ihr gantz abgesondertesWesen ist.

§. 15. Unsere Teutschen Wälder wol-len die Verfertigung der Potasche nicht an-ders, als mit grosser Behutsamkeit, gestatten,damit den Holtzungen kein Schade noch Ab-gang geschehe; Daher wird es von den hohe»:Landes - Obrigkeiten in ihren Holtz - undForst-Ordnungen nirgends erlaubet, als woviel Lager-Hoitz gestanden, und dasselbe nichtanders genutzet werden kan. G. unter an-dern die neueste Königlich - Preußische Holtz-und Mast-Ordnung, Lir. XVti. InTeutschland wird an keinem Orte so vielPotasche verfertiget, als in dem berühmtenKloster Haina im Cassclischen, von da sie sowohl ins Reich, als in Holland und anderswohin verführt wird. Die meiste aber komtaus pohlen, Litthauen und Moskau ü. er^ a Dantzlg