1
dem Baumwollen-Baum/Buchsbaum,^mo,;c. (^p l^VM. 225
pflantzet. Hat man sie aus dem Saamcn ge-zogen, so muß man sre nach einigen Jahrenversetzen. Hier zu Lande mnß man sie zwar,so viel als möglich, vor den kalten Windenverwahren, jedoch pflegen sie auch gar offterswieder auszuschlagcn, wenn sie schon von demFrost so angegriffen worden, daß ihreDrei-bungs - Krafft eine Zeitlang zurück gehaltenwird. Der Lorber r Blatter bedienet mansich so wohl in der Aporhecke, als in der Kü-che ; über dieses führet man auch noch in den(Meinen von den Lorber-Bäumen die Bee-ren, Latwerge, die Master, das Lohr-Oehl,Oleum L>an,-inmn expi ell'uin, und dasLorber-OchI, OILUM äetkillarrim dacca-,-um lanri, einige machen auch einen 8xiri-rum und eine draus.
§. 5. Des Oo^pii odev der Baum-wollen -Staude zehiet man zweycrley Gat-tungen ; als das ardorelcLN8,so zu einemBaum wird, und in den Gärten bestän-dig perennirr, und das kleinere das tim-reicen8,so man jährlich aus dem Saamcnaussäet» Dieses letztere wächst häuffig in^pulien, 8ici!ien, und in der Insul tVlalrda,und muß man den Saamcn aus dasigenLandern verschreiben lassen, wenn man sol-ches hierzu Lande aufbringen will, inmaaffener hier zu Lande, es müste denn ein sehr hoisiser Sommer seyn, gar selten zur Reiffe ge-langet. Das arboretcen8 hak ein dUN-ckellgrünes, dreyeckigtes, breites Blak,fast wie eine Milk-Gabel, muß in denenGewächs - Häusern aufbehalten werden, undführet gelbe Blumen. Die Nuß, darinnendie Baumwolle verschlossen lieget, wächst zurGrösse eines Lauben - Eyes, und zerfält,wann sie reiff wird, in drey Stücke. DieBaumwolle von den Bäumen soll weit ge-ringer seyn, als die vom Kraut ihren Ur-sprung Nimmt. S. 8ünon ?auli koranic.()uaäriparrir. P 52z. Je weißer, gelinder undlänger die Baumwolle, je schöner und kostba-rer wird sie geachtet- Die aus (Vpernkommt, ist schön weiß, zart, lang und rein, dieaus der Barbarey, etwas gelblichter, die von8mirna die allerschlechteste, die doch offrersmit etwas feiner vermischt ist.
§. 6. Der Buchsbaum, so zu einemBaum wird, wachst auf den Bergen in Ita-lien und Franckreich wilde. Es gcdencketauch der Engländer Man in seiner Miai-inacokoranoloow p. ,76. daß man solchen anMilde Baum-Zucht Dritter Theil.
unterschiedenen Orten in England im freyenantreffe; in Deutschland aber wachst er nichtwild, so will man es auch noch nicht lehr wa*gen, daß man den Buchsbaum, der zu einemBaum wird, den Winter über im freyenlassen folte,ob schon der niedrige Buchsbaum,damit man die Rabatten in den Lust - Gartenauszieret,den gantzcn Winter über des Win-ters Frost und Schnee vertraget.
§ 7. Das Holtz dieses Baumesnutzet den Drechslern, Bildhauern, Kam-undPfeiffenmachcrii, ingicicheu den Verfertigen:der Iluticalischen Inlirumenre, es erlangetfeinen preiß so wohl nach dem Maaß alsGewicht. Die Wurtzeln sind wunderbahr un-tereinander geflasert,und werden zu mancher-ley saubern und künstlichen Arbeit gebraucht.Will man es zu allerhand Schm'tztverck aus-legen, so muß man solches erwehlen, das zwar:recht trocken, jedoch nicht so gar geschwindein der grossen Hitze getrocknet worden, weiles sonst sehr leicht zu spalten pflegt. DasOehl dieses Holßes soll die Zahnschmertzmstillen, und in Venerischen Kranckheiten demlinno Ouaiaeo gantz gleich kommen. S.1?.velin8 8i1va und ?omona p. 1^. Nichtweniger wird ein säuerlicher käquor hierauszu wege gebracht, von welchem man glaubet,daß er die perlen und Loi allen ausslösen soll»S- ^onlton cle ardoridus x.248.
§. 8. ^rduw8,der Ekdbeer-Baum,
ist ein Baum, der etwa» ein drey Ellen hochist, seine Rinde ist lichtbraun, rauch, und un-gleich, wie der andern wilden Bäume, dieBlatter oval und am Rande ausgekerbt, desFigur nach gleichen sie den Birn - Baum-Blättern. In Deutschland wird er den !La-riläten mit beygezchlt, und m den Gewächs-Häusern mit grosser Sorgfalt aufbehalten,hingegen soll er in Irrlano, wie i vuiin be-zeuget, gantz vor sich selbst im freyen wachsen,und daselbst zu einer ziemlichen Höhe gedeyen.So soll er mmmchro auch anfangen das Eng-lische (lima gewöhnen zu lernen. Das Be-schneiden soll er wohl vertragen, und je mehrer, jedoch in seiner gehörigen Masse, beschnit-ten wird, je höher soll er wachsen. Durchden Saamcn soll er nicht leicht in die Höhekommen, und hingegen durch Einleger desto»leichter forkgebauet werden. Dreien Baumfindet man auch in Franckreich, Sicilien undItalien i die Blüthen sind hohl, und beste-hen aus einem Blak, wie die Mpen-Blümr
k'k gen,