und Kratz-Beeren. 6ap. 2 ZZ
süden u. s w. So soll auch aus dem Safft
der Berbis-Beere und der Simonien ein solchSaltz oder I'alral U8 zu Wege gebracht wer,den, der in Milanen und )ulepxen über die»r.aasscn wohl zu gebrauchen, von angenehmenund lieblichen Geschmack, und dabey der te-drilischcn -Hitze und derLoiruxüon der l^u-morum gewaltig widersteht. S. 8imon?aul. Loranic. (^uaärixLim. x.rvs.
§- 5. Der ausgedruckte Berbisbeer-Safft soll die rochen Corallen, wenn man siehinein leget, bleich und zu Wasser machen.S. Carrichter von der Harmonie, 8^mxa-riüL und der Krauter p. 165. es
füget aber!). Laräilucius in seinen Anmer-ckungen mit dabey, daß nicht allein dieserSafft, sondern auch andre Säffte und l-i-<^uore5, als Lirronen r Säffte, Simonen-Säffte, äeltillirten Wein-Efiige, und die ausEichen - Holtz oder andern wilden Höltzern«lettilllrten sauern I>iquorL8 die Corallen auf-lösen, und sie zugleich mit dem coa^ulirentoiviren, daß auf beyden Seiten ein iolvir-tes Wesen wird, welches man 8 a 1 clorallo-rum nennet, ist aber gleichsam ein Vitriolder Corallen, so aus ihrer steinernen 8ud-ttanr und der Säure des iVienltrai , womitdie Corallen aufgelöst werden, bestehet.
§. 6. In den Apothecken führet man Ivon den Berbis-Beeren die getrockneten, die?eingemachten, den Safft, den Symp, dieKüchlein, welche man Berbisbeern-Stern-Küchlein zu nennen pflegt, und die Berbis-bccr - Kerne. In England wird die Rindewider die gelbe Sucht vorgeschrieben. G-6uVsrno^ «ielinniirio plgnrarum circa ar-
cem ludingenlon^ p. 28. Es kan gar wohlseyn, daß die geibe Farbe der Wurtzel und derRinde Anlaß gegeben, daß man hierauf ge-fallen, wie denn ihrer viele aus den ansscrii-chen ÄAnaruren die Merckmahle -um Lu-ren herleiten wollen.
§ 7. Die Brom - Beeren sind ei-ne den Land - Leuten gar bekandte und ge-meine Frucht. Einige machen einen Unter-scheid unter ihnen, und unter den Kratz-Beeren; die Brom -Beeren wachsen etwasH)ilde Baum, Zucht Dritter Theil.
hoher, und haben etwas schwächere, grössereund ansehnlichere Früchte, die Kratz-Beerenaber sind kleiner, und kriechen auf niedrigenRancken an der Erde herum. Diecanische Brombeer r Staude ist ein Lxo.
! tisch Gewächs, sie überkommt wohlriechendeBlätter, welche ohne -Ordnung den Rebenoder Stengel umgeben, derer viel aus ihrerWuchcl Herfür schießen, sie sind schwanck,weichhärig, voll Marck, und ohne Dornen;im Herbst verlieret sie ihre Blatter, ohn al-lein oben nicht; ihre Schößlein dauern bißim Herbst, hernach fallen sie ab, und ver-dorren ; ihre Blumen erscheinen oben wiewilde Rosen, sie bestehen aus fünff Blattern,und geben eine Violenfarbe von sich; in derMitten des Kelchleins befinden sich bey tau-send gelbe Faserlein, denen die Früchte nach-folgen, so unsern Brombeeren ähnlich, am Ge-schmack aber nicht so angenehm sind- S.Zwingers Kräuter - Buch x. 266.
§. 8. Die Brombeeren wachsengemeiniglich an solchen -Vettern, wo guterschwartzer Boden, und werden meistencheilSum die Erndte reiff ; Die Göttliche Vor-sorge hat Hiebey ihre Absicht ohnfehlbar mitdarauff gerichtet, damit die armen Schnitterirr der grossen Sommers - ^)itze bey ihrersauren Fröhne einiges Labsal und Erqui-ckung finden möchten. Sie sind eines an-genehmen und recht gcwürtzten Geschmacks,und können so wohl in der lvieäicin alsOcconvmis gar wohl gebraucht werden.Man kan sie mit Zucker einmachen, wiedie Stachel - Beeren und Iohannis Beeren;man kan durch Auspressen einen schmack-hafften Safft aus ihnen zu wege bringen,den man in das Gcbackens füllen, und auchsonst nutzen kan, ingleichen aus ihnen, ebenwie aus den Kirschen, einen ctclicacen Weinund guten Eßig zubereiten.
§ y. Das Schieß-Pulver, so manaus den Kohlen der Brombeer - Staudenmacht, wird von grösserer Krafft gehaltenals das oräiriaire. S. Königs KLANEVesseradile p. Y8Y. In den Apotheckenführet man die Blatter der Brombeere, wieauch in einigen ein Wasser davon- Aus denen
nicht