Don den §ttutz-Btt«n und Hini-Beenn. Ozp. i^Xl. 2z;
dem aber das anripissMLnr auskommen, soh.it man sie abgeschafft, jedoch pflegt, man sienicht allein zu Färbung des Leders, sondernauch zu andern Farben zu gebrauchen. Dieunreiffen Beere sollen die gelbliche Farbe zuwege bringen, die reiffen aber die grüne,welche-Safft grün genennt wird, wenn siemit Lauge, darinnen Allaun vermischt, ge-sotten wird.
§. 4. In denen Apothecken führet manvon den Creutz-Beeren, die Blatter, denGafft,bißweilen auch den 8 ^rup und k.xri Bey Zubereitung des Safftes oderSyrups haben die Apothecker wohl Acht zuhaben, ob sie denselben zu der Farbe desEafftgrünes, oder zum innerlichen Gebrauchzubereiten wollen. Wann sie ihn in Mengemachen, so pflegen sie ihn viel Lage inküpffernen Gelassen aufzubehalten, bevor sieihn gäntzlich zu der nöthigen Dicke bringen,und zwar zu dem Ende, daß sich die Theil-gen des Kupffers desto eher in ihn hinein zie-hen, und ihn grün färben; hiedurch wirdaber ein eckclhaffter Geschmack zu wege ge-bracht, der die Kräffte des Magens schwä-chet. S. I). 8 ckuDen 8 !V 1 oi 8 in olla. Ei-nige wollen aus den Beeren nicht allein einegelbe und grüne , sondern auch eine angeneh-me rothe Farbe zu wege bringen, welcher d^o-ciu 8 mir aber nicht bekandt worden;die Bee-ren sollen hefftig pureren, und das Wasserbey den Wassersüchtigen ausführen. S.Luxbaums enumerar. klanrar. Ballens,x. 28 z
§. 5. Die Him «Beere, oder derILudu 8 l6kLU8 8pino5u8 , tragen an ihrenstachlichten Rancken gar angenehme Beere;Sie wachsen nicht allein wild, sondern verdie-nen auch in die Gärten gesetzt zu werden.Wo man sie versetzten die Hecken pflan-tzet, oder einen gantzen Maß damit beleget,und nachmahls wie die Reben stäbelt, so tra-gen sie viel grössere Früchte, und der bepflantzte-Ort siehet nachmahls einem Weinberge gantzähnlich. Die Himbeer-Sträucher sind et-was kleiner als die Brombeer-Sträucher,mit kürhern und nicht so gar stachlichtenDornen versehen. Die Blätter daran sindweich und zart, und wachsen je z. oder 5. aneinem Stiel. Die Blumen sind weiß, dieBeeren erstlich grau, hernach röthlicht undhang, und geben einen süssenl weinicht, fleisch
von sich. Sie wachsen unter den Hecken,blühen zu Anfang des Sommers, und zeiti-gen iM ^-UAUttO.
§. 6. Man zehlet deren unterschie-dene Sorten. Einige haben weisse Beere,die zu Anfang des ^uxulti retff werden,andere sollen gar schwartzeBeeren haben,die mir aber nicht vorgekommen, )onttonerwehnet in seinem IraÄar äs ardoribusp.272. eines Htmbeer-Strauchs,den Lluüusin Spanien bey vaiemia m einem gewis-sen Kloster - Garten oblervirt, der ohneDornen gewesen, und gantz weiche Blät-ter gehabt, und dessen Rancken gantz aufder Erde gelegen, dessen Früchte aber et-was kleiner als die oräinaipen. In Ame-rica soll man einen sehe grossen Himbeer-strauch finden, der rosenfarbigt blühet,und mit keinen Dornen umgeben ist.So hat man auch in Gärten den kubum»oäorarum ^mericrmum. Dieser ist einbuschigt oder strauchigt Gewächse aus derInsul Lanaäa, unsern Himbeeren fastgleich, doch ohne Stacheln- Die Blumensind grösser und röthlicht, und eines lieblichenGeruchs, sie sollen von der Wurtzel-Bruthfortgepflantzt werden wie die gemeinen. S.
Hessens Teutschen Gärtner I. Buch ill.Theil p. »4-
§. 7. Man muß sich wundern, daßdiese Sträucher, da sie doch so gar süsse Früch-te hervorbringen, die den Weinbeeren anSüßigkeit nichts nachgeben, dennoch auchauf den hohen und kalten Gebürgen fortkom-men, wo doch sonst keine Weinbeeren wach-sen wollen. Also meldet Lamerariur in sei-ner Dissertation äs rudo läseo, daß sieauch in einem gewissen Wald des Alpen« Ge-dinges, bey einer Höhle, die das Nebel-Lochhiesse, gezeuget würden. Einige Furoreswollen die Himbeere eintheilen in diejenigen,die kleinere aber mehrere, und in die an-dern, die grössere aber weniger Kerne beysich führen; ich halte aber nicht davor, daßdiese Eincheilung von der Natur herrühre,sondern daß es bißweilen zufälliger Weise unddurch den Unterschied des Bodens geschehen,daß manche mehr, manche weniger, anderekleinere, und wieder andere grössere Kernezeugen.
§. 8. Sie blühen sonst mit cinfa-
sarbigten und nach Violen riechenden Safft chtN Blüthen, es geschrcht aber btßweilen, daßWilde Baum »Znchk Dritter Theil. 2 Man